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Ass 23 Rieks

Ass.23 Rieks (Plan 1751 Wolfenbuetteler Staatsarchiv)

Halbspännerhof No.23
Ist schon vor 1772 im Besitz der Familie Rieks. Der damalige Inhaber hiess Johann Rieks. Der Verletzte, geb. …..1802, hatte fünf Söhne, deren Mutter missgestalten war. Der Hoferbe heiratete eine Näwig aus Woltorf, die 2 Töchtern das Leben gab und in den besten Jahren starb. Die eine der Töchter, geb. 1852, war die Braut des Nachbarsohnes H. Lampe, starb aber an der Schwíndsucht. Die zweite freite nach Broitzem den Hofbesitzer Wilhelm Meier, der später trotzdem er 2 Kinder hatte, darunter einen Sohn, seinen Hof und das Erbe seiner Frau verkaufte. Auch diese Tochter starb an der Schwíndsucht. Der letzte Ríeks separierte gut, bekam sein Land in zwei selten günstig gelegenen Plänen und hatte ausserdem das Glück von seiner Frauenseite (aus Woltorf) 12 000 Thl zu erben.

Der Grossvater Rieks, geb.1793, wurde auf seine alten Tage noch „freisch"; in aller Stille und Heimlichkeit hat er mit der Liebe die aus Broitzem war, Hochzeit gemacht - gerade an dem Tage, als Behrens (No.28) Scheune gerichtet wurde.
Der Hof befand sich nach der französischen Zeit in schlechten finanziellen Verhältnissen, so dass damals die Söhne mit Ausnahme des Hoferben, nur jeder 200 Thl ausbezahlt bekamen, von denen sie, verheiratet, einen Teil in den beiden zum Hofe gehörenden Häuslingsstellen abwohnten.

Die Familien Möllder - Ríeks, Mummen - Rieks und ein Rieks, dessen Tochter Sophie mit Heinrich Krüger, geb. zu Denstorf 1844 (später Tagelöhner auf Käsebergs Hofe) verheiratet war, stammten von dieser Stelle No. 22.
Im eigentlichen Wohnhause hat bis zu seiner Versetzung nach Braunschweig der Oberlandjäger Hähnsen seine Dienstwohnung gehabt.
Heute wohnen darin der Zuckerfabrikarbeiter W.Frehe, der Gehrs'sche Tagelöhner und Motorführer H. Voges, der auch zwei Jahre bei uns arbeitete und der Eisenbahnarbeiter Albert Ecklebe, der 17-jährig, während des Krieges mit einer für seine Jugend staunenswerten Umsicht und Fleiss meiner Frau diente. Erst spät eingezogen, weil reklamiert, kam er zur Marine-Ostseestation und wurde hier leider auch von jenem bösen Geiste infiziert, der die Triebfeder für die Revolution war.

Das Altenteilerhaus hat mit seiner großen Familie der Arbeiter F. Bode inne, der durch seine Frau ein Schwager von F. Meier, Lampes Grosspäner ist.

 

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