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Erfassungsmethoden

© M. FischerFransenfledermaus im Kasten

Das Vorkommen von Fledermäusen im Stadtgebiet von Braunschweig wurde im Rahmen verschiedener Untersuchungen ermittelt. Für die Erfassung von Fledermäusen erfolgt stets eine Methodenkombination um ein möglichst vollständiges Artenspektrum zu ermitteln. Zum Standard bei der Fledermauserfassung gehört der Fledermausdetektor, welcher die Ultraschallrufe der Fledermäuse für den Menschen hörbar macht und eine weitgehende Artdifferenzierung ermöglicht. Dazu gehört neben dem Freilandeindruck bei der nächtlichen Begehung auch die spätere Analyse der aufgezeichneten Fledermausrufe mittels spezieller Software am Computer. Neben dem mobilen Fledermausdetektor bei den nächtlichen Begehungen werden auch Dauererfassungssysteme eingesetzt, welche die Fledermausaktivität an einzelnen Standorten über längere Zeiträume aufzeichnen und anschließend ausgewertet werden.

Bei der Untersuchung von Wäldern ist stets ein Netzfang von Fledermäusen erforderlich, um auch typische Waldarten, sicher nachweisen zu können. Für die Ermittlung der Quartiere von besonders schutzwürdigen Arten, wird bei einzelnen Tieren eine Telemetrie durchgeführt. Hierzu wird den gefangenen Tieren ein kleiner Sender ins Rückenfell geklebt, wodurch die freigelassenen Tiere anschließend mittels Radiotelemetrie verfolgt und deren Quartiere aufgefunden werden können.

Weiterhin gibt es im Stadtgebiet inzwischen diverse Standorte mit Fledermauskästen, durch deren Besiedlungskontrolle ebenfalls Fledermäuse erfasst werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Meldung von Quartieren durch Mitbürger*innen. Wenn es Hinweise auf Quartiere von Fledermäusen gibt, übernehmen wir gerne die Kontrolle und beraten zum Umgang mit den Mitbewohnern. Entsprechende Meldungen können hier (link zum Meldebogen Gebäudebrüter) online erfolgen, werden aber auch gern telefonisch entgegengenommen.