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Große Flussmuschel (Unio tumidus)

© Karsten GrabowGroße Flussmuschel

Die Große Flussmuschel war früher in der Schunter eine der dominierenden Arten. Diese Art konnte in den Untersuchungen nur durch zum Teil gut erhaltene Leerschalen an einer einzigen Stelle in der Schunter nachgewiesen werden. Es konnte aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nicht ausgeschlossen werden, dass eventuell die Art in diesem Bereich in kleineren Beständen im Unterlauf der Schunter vorkam.

Über die bevorzugten Habitatpräferenzen dieser Art lassen sich keine genauen Angaben machen. Zum einen soll sie in Fließgewässern mit schlammigem Untergrund beste Lebensbedingungen vorfinden, zum anderen kann sie laut Literaturangaben auch tieferes Wasser mit sandigen Substraten bevorzugen. Des Weiteren werden Seen und Altarme als Besiedelungsstandort nicht ausgeschlossen.

Die Große Flussmuschel wird mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif und kann ein Gesamtalter von acht bis zwölf Jahren erreichen. Träger der Larven sind Plötze, Schleihe, Flussbarsch und Kaulbarsch. Bei einer höheren Gewässergüte der Oker und Schunter könnte es zu einer Wiederansiedlung dieser Art kommen.