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Sumpfschrecke (Stethophyma grossum)

Diese Art ist hygrophil bis stark hygrophil und kommt am häufigsten in extensiv genutzten seggen- und binsenreichen Nasswiesen und in Großseggenriedern vor. Hauptnahrung sind Süßgräser, Seggen und Binsen. Krautige Pflanzen werden gemieden. Die Eier werden in den Boden oder oberirdisch zwischen Gräsern abgelegt und haben eine geringe Trockenresistenz. Entscheidend für die Sumpfschrecke ist die Bodenfeuchte während der Überwinterung. Die Embryonen haben unter den einheimischen Arten den höchsten Feuchtebedarf. Die frühen Entwicklungsstadien scheinen einen höheren Grad an Feuchtigkeit zu benötigen als erwachsene Tiere.

Als Schutz- und Pflegemaßnahmen sollten Wiesenschnitte abschnittsweise mit einem Nebeneinander gemähter und ungemähter Nasswiesenparzellen erfolgen. Dabei sollte die Mahd auf Wiesen nur ein- bis zweimal, an Grabenrändern nur einmal pro Jahr durchgeführt werden. Auch auf Düngung sollte verzichtet werden. Intensiv gedüngte Fettwiesen werden auch bei hohem Grundwasserstand nicht besiedelt. Hierfür könnte die Hemmung der Eiproduktion durch freiwerdendes Ammoniak verantwortlich sein. Langfristig führt eine frühe Mahd aber nur dann zu keiner Beeinträchtigung der Larven, wenn ungemähte Rückzugsbereiche in der Umgebung vorhanden sind. Ein regelmäßiger, frühsommerlicher Wiesenschnitt kann für die Art förderlich sein, da auf diese Weise ein Verfilzen der Grasnarbe verhindert wird.