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Geschichte

Blick über den Legdenanger zur Klosterkirche Riddagshausen (© Stadt Braunschweig)
Blick über den Legdenanger zur Klosterkirche Riddagshausen
(© Stadt Braunschweig)

Das Niederungsgebiet der Wabe zwischen dem Nussberg im Westen und der Buchhorst im Osten war vor Gründung des Klosters Riddagshausen eine Bruch- und Waldlandschaft mit kleinen Ansiedlungen, zu denen auch der Ort „Ritdageshusen“ gehörte.

Im Mittelalter war es üblich, für das eigene Seelenheil zu sorgen, indem man der Kirche, sofern man es sich leisten konnte, großzügige Schenkungen machte. Ein Teil der Ländereien des heutigen Naturschutzgebietes waren ein Geschenk von Ludolf von Wenden an den Zisterzienserorden. Die Flächen wurden zuvor nach ihrer Eignung für die Klostergründung ausgewählt. Sie mussten zur Anlage von Fischteichen geeignet sein und einen Bach oder Fluss in der Nähe für den Bau einer Mühle aufweisen.

Die Gründung des Klosters erfolgte 1143. Die Mönche legten im Laufe der Zeit insgesamt 28 Teiche an, von denen 11 heute noch bestehen. Klosterkirche und Wirtschaftsgebäude erhielten einen strategisch günstigen Platz auf dem auslaufenden Höhenrücken am Kreuzungspunkt des Wabetales und den mit Fischteichen belegten Mulden.

Die Mönche betrieben neben der Fischzucht auch Land- und Forstwirtschaft. So entstand eine abwechslungsreiche Teichlandschaft mit angrenzenden Wiesen, Feldern und Wäldern, die sich bis heute zu einer vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft entwickelt hat.

Nach dem Niedergang des Klosters im 14. Jh. wurde die Klosteranlage mehrfach zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Im Jahr 1568 wurde das Kloster reformiert, der klösterliche Status blieb erhalten. Die Besitztümer des Klosters gehörten ab 1832 zum Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds. Die Eingemeindung in die Stadt Braunschweig erfolgte 1934. Zu diesem Zeitpunkt erhielt die Stadt auch den Grundbesitz des Klosters Riddagshausen.

Im Jahr 1935 wurden Teichgebiet und Buchhorst an die „Hermann Göring-Stiftung“ abgegeben, 1936 erhielt das Gebiet den Schutzstatus „Naturschutzgebiet“. Ab 1955 fielen die Flächen des Naturschutzgebietes, der Buchhorst und des Gutes Riddagshausen wieder an die Stadt zurück.

Die Untere Naturschutzbehörde und der Fachbereich Stadtgrün und Sport der Stadt Braunschweig sind für die erforderlichen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet verantwortlich. In enger Abstimmung werden so die für eine positive Entwicklung des Gebietes erforderlichen Maßnahmen umgesetzt.

Weitere Informationen zum Ort Riddagshausen finden Sie hier.