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Drei Grundschulen erhalten Anbauten für den Ganztagsbetrieb

Braunschweig, 12.07.2021 | Referat Kommunikation

© Philipp Ziebart/BestPixels.deOberbürgermeister Ulrich Markurth überreicht den goldenen Schlüssel an Susanne Bertram, Schulleiterin der Grundschule Isoldestraße.

In diesen Tagen wurden drei Anbauten für den Ganztagsbetrieb an Grundschulen in Braunschweig übergeben. Den Anfang machten die Grundschule Comeniusstraße und die Grundschule Lamme. Am 12. Juli folgte die Grundschule Isoldestraße.

Grundschule Isoldestraße

Die Grundschule Isoldestraße hat einen Erweiterungsbau für eine neue Mensa erhalten. Mit Fertigstellung der Mensa endet der erste von drei Bauabschnitten an der Grundschule, es folgen umfangreiche Sanierungen, die im laufenden Schulbetrieb durchgeführt werden. Insgesamt rund 14 Millionen Euro werden investiert. Oberbürgermeister Ulrich Markurth überreichte den Schlüssel für die neue Mensa am Montag, 12. Juli, an Schulleiterin Susanne Bertram.

„Braunschweig wächst, und davon ist auch das Einzugsgebiet der Grundschule Isoldestraße betroffen“, sagte der OB. „Durch die neue Nordstadt wird die Schülerzahl an der Grundschule Isoldestraße sukzessive steigen und somit auch die Nachfrage nach Ganztagsschulplätzen. Künftig sollen doppelt so viele Klassen wie bisher unterrichtet werden. Mit dem Erweiterungsbau und den Sanierungen stellen wir die Grundschule Isoldestraße gut für die Zukunft auf.“ Insgesamt entstehen in der neuen Nordstadt rund 1.200 neue Wohneinheiten.

Bisher werden überwiegend zwei Klassen pro Jahrgang beschult, künftig soll der Schulbetrieb vierzügig laufen. Zudem wird das Ganztagsangebot weiter ausgebaut. Dazu gehört die neue, größere Mensa im Erweiterungsbau – bis zu 288 Essen können in zwei Schichten an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden. Perspektivisch kann die Küche für bis zu 400 Essen in drei Schichten ausgelegt werden. Das Dach der Mensa ist begrünt, außerdem gibt es eine überdachte Terrasse.

Außerdem wird die Grundschule Isoldestraße im Zuge der Erweiterung und Sanierung inklusiv hergerichtet. Es wurde bereits ein Aufzug eingebaut, der zwei der drei Gebäudeflügel barrierefrei erreichbar machen wird. Zudem wird die Sporthalle barrierefrei erreichbar sein. Beide Schulhofbereiche werden für die inklusive Nutzung gestaltet und ein Behindertenparkplatz wird eingerichtet.

Seit Dezember 2018 wird an der Grundschule gebaut. Die Arbeiten zum Neubau der Mensa starteten Ende Juni 2019. Im Schuljahr 2020/21 begannen die Sanierungsmaßnahmen in den Bestandsgebäuden für die folgenden Bauabschnitte im laufenden Schulbetrieb. Es stehen Ersatzräume in Containern auf dem Schulhof vor der neuen Mensa zur Verfügung. Im Frühjahr 2024 soll die Sanierung der Grundschule inklusive der Außenanlagen abgeschlossen sein.

Grundschule Lamme

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat am Freitag, 9. Juli, den neuen Erweiterungsbau der Grundschule Lamme eröffnet. Mit dem Anbau, in dem neben zwei Fachunterrichtsräumen eine Mensa mit Küche, der Freizeitbereich und Betreuungsräume eingerichtet wurden, wird der Ganztagsbetrieb an der Schule ermöglicht. Außerdem wurde das Bestandsgebäude umgebaut. Insgesamt hat das Projekt 5,3 Millionen Euro gekostet. "Ich freue mich, dass durch den neuen Erweiterungsbau der Ganztagsbetrieb an der Grundschule Lamme ermöglicht wird", sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth bei der Eröffnung. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem flächendeckenden Ganztagsangebot an Braunschweiger Grundschulen. "Wir wollen den Kindern die bestmöglichen Lernbedingungen bieten. Dazu müssen wir investieren – auch um als Wohnort für junge Familien attraktiv zu bleiben", so Markurth.

Der zweigeschossige Erweiterungsbau befindet sich im Südwesten des Schulgeländes und grenzt direkt an das Außengelände der Kita an. Er erstreckt sich über eine Grundfläche von etwa 550 m² und wird barrierefrei über den Schulhof erschlossen. Für die Anlieferung des Küchenbetriebes wurden vorhandene Ressourcen in Form der bestehenden Feuerwehrzufahrt auf der Westseite genutzt. Der Neubau kommuniziert mit dem Bestandsgebäude durch großzügige Fensteröffnungen der Mensa im Erdgeschoss. Das Obergeschoss des Kubus nimmt Gestaltungselemente der Schule auf und beherbergt neben den beiden Fachunterrichtsräumen für Musik und Kunst/Werken die Bewegungs- und Betreuungsräume für den Ganztagsbetrieb. Die gesamten Räumlichkeiten im Neubau und Bestandsgebäude können über barrierefreie Zugänge sowie einen Aufzug erschlossen werden. Ein barrierefreies WC befindet sich jeweils im Erdgeschoss. Eine Lüftungsanlage im Mensa- und Küchenbereich, sowie eine Deckenflächenheizung im Erd- und Obergeschoss des Neubaus sorgen für ein angenehmes Raumklima. Die Wärmeerzeugung erfolgt ressourcenschonend durch die Nutzung einer Wärmepumpe, welche an Erdsonden gekoppelt ist. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage errichtet worden, deren gewonnene Energie für die Eigennutzung herangezogen wird. Im Bestandsgebäude wurde durch die gestiegene Anzahl der an der Schule tätigen Lehrkräfte eine Vergrößerung des Lehrerzimmers erforderlich, die durch den Auszug des Werkraums im ersten Obergeschoss und die folgende Neusortierung des Verwaltungsbereiches realisiert werden konnte. Außerdem wurden durch Umstrukturierungsmaßnahmen ein Besprechungsraum und Büros für die stellvertretende Schulleitung und die Kooperationspartner der Schule im Ganztag geschaffen. Räume für Differenzierung, Kopieren und Erste Hilfe haben auch im ersten OG ihren neuen Platz gefunden.

Erste Erdarbeiten für den Erweiterungsbau begannen im Sommer 2019. Um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu stören, wurden die Maßnahmen im Bestand eng auf den Baufortschritt des Neubaus abgestimmt. Der Ganztagsbetrieb konnte zum Schuljahresbeginn 2020/21 an den Start gehen, auch wenn noch einzelne Maßnahmen abgeschlossen werden mussten. Die Fertigstellung der Außenanlagen konnte weitestgehend zum Frühjahr 2021 realisiert werden. Die Koordination der Baumaßnahmen machte die Nutzung der Außenspielfläche auch während des Baus möglich. So wurde der Niederseilgarten umgesetzt, erweitert und bereits während der Bauphase zur Nutzung freigegeben. Nach Fertigstellung des Gebäudes wurden die Freiflächen wiederhergestellt und mit teilweise neuen Spielgeräten bestückt. Die Ersatzpflanzungen für gerodete Büsche und Bäume werden zur Pflanzzeit im Herbst erfolgen.

Grundschule Comeniusstraße

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat am Donnerstag, 8. Juli, den neuen Anbau der Grundschule Comeniusstraße eröffnet. Mit dem Anbau wird die Raumsituation der Schule im Hinblick auf den Ganztagsbetrieb verbessert. Gleichzeitig wird in einem zweiten Bauabschnitt zurzeit das Hauptgebäude saniert und inklusiv hergerichtet. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 7 Millionen Euro werden zu 90 Prozent im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms "KIP 2" vom Land Niedersachsen getragen. "Dass wir den Anbau in zwei Jahren Bauzeit fertigstellen konnten, freut mich sehr, zumal die räumlichen Möglichkeiten für den Ganztagsbetrieb an der Grundschule Comeniusstraße schon lange nicht mehr ausreichend waren", sagte Oberbürgermeister Markurth bei der Eröffnung. "Durch den Anbau und die Sanierung des Hauptgebäudes werden die Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler der Comeniusstraße nun verbessert."

Die Grundschule Comeniusstraße hatte als erste städtische Grundschule in Braunschweig einen Antrag auf Umwandlung in eine Ganztagsschule gestellt und zum Schuljahr 2007/2008 den Ganztagsbetrieb aufgenommen. Aufgrund der besonders hohen Teilnahmequote von fast 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ganztagsbetrieb, reichten die räumlichen Möglichkeiten für einen geordneten Betrieb nicht mehr aus.

Das Hauptgebäude der Grundschule Comeniusstraße wurde nun an der westlichen Schmalseite durch den Anbau ergänzt. Der Neubau nimmt die bisher im Hauptgebäude verteilten Verwaltungs- und Nebennutzungen auf, sodass das Hauptgebäude im bereits begonnenen zweiten Bauabschnitt saniert und räumlich restrukturiert werden kann. So können die beiden oberen Geschosse des Bestandsbaus wieder als Klassenräume genutzt und durch kleinere Räume funktional ergänzt werden. Umbau und Sanierung des Hauptgebäudes werden voraussichtlich Anfang 2022 abgeschlossen sein. Die Grundschule Comeniusstraße wurde im Zuge des neuen Anbaus inklusiv. Dazu wurde im Anbau ein Aufzug eingerichtet, der alle Geschosse des Bestandsbaus anbindet und so eine barrierefreie Erschließung aller Räumlichkeiten ermöglicht. Weiterhin wurde ein Behinderten-WC im Untergeschoss des Neubaus eingebaut. Der Schulhof ist bereits barrierefrei nutzbar. Die Maßnahmen wurden im Vorfeld mit dem Behindertenbeirat der Stadt abgestimmt. Der Anbau wurde anlagentechnisch mit dem Hauptgebäude verbunden. Für die Wärmeversorgung wurde die Heizungsanlage an die bestehende Gaszentralheizung im Hauptgebäude angeschlossen. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch geforderte Brandschutzmaßnahmen wie der zweite bauliche Rettungsweg umgesetzt. Nach dem Umbau und der Sanierung des Hauptgebäudes wird sich noch die Herrichtung der Sporthalle der Grundschule Comeniusstraße zu einer Mehrzweckhalle anschließen.