EN

Zukunftsreise in die Bahnstadt: Vier neue Quartiere zum Wohnen, Leben und Arbeiten

Braunschweig, 28.10.2021 | Referat Kommunikation

© Stadt Braunschweig

Die Bahnstadt, im Schwerpunkt südlich des Hauptbahnhofs gelegen, ist mit rund 300 Hektar Fläche das größte städtebauliche Entwicklungsgebiet Braunschweigs. Unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Stadtplanungsbüro Brederlau und Holik einen Rahmenplan für die Entwicklung der Bahnstadt erstellt. Die Ideen und Perspektiven dieses Entwurfs wurden am Samstag, 6. November, im LokPark an der Schwartzkopffstraße präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Darüber hinaus können vom 6. bis 21. November Bürgerinnen und Bürger auch digital ihr Feedback zu den aktuellen Planungen abgeben. Gut aufbereitete Informationen geben Orientierung, wie die Beteiligung auf der Onlineplattform (Öffnet in einem neuen Tab)funktioniert.

"Mit der Bahnstadt bauen wir ein entscheidendes Stück Zukunft für Braunschweig", sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. "Auf dem wohl größten Stadtentwicklungsgebiet Norddeutschlands entsteht ein ganz neuer Stadtteil.   Wir wollen hier den Begriff Stadt neu und zeitgemäß denken, neue Formen des Wohnens, Arbeitens und der Kultur aufnehmen. Dies können wir nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern."

"Der Entwurf des Rahmenplans skizziert ein erstes Zukunftsbild der Bahnstadt und setzt damit die Leitplanken der räumlichen Entwicklung als Grundlage für weitere konkretere Planungen", ergänzt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. "Ende dieses Jahres soll der Rahmenplan finalisiert werden und 2022 in die Ratsgremien gehen. Deshalb möchten wir jetzt ein Feedback der Bevölkerung zu den bisherigen Entwürfen einholen und ihre Ideen in die abschließende Bearbeitung einfließen lassen."

Die Veranstaltung im LokPark, Schwartzkopffstraße 3, stand unter dem Titel "Zukunftsreise Bahnstadt".  Jede Besucherin und jeder Besucher erhielt einen Reiseführer in Form eines Ringbuches. Er reflektiert den aktuellen Planungsstand in Form einer Reise durch die Bahnstadt, wie sie in Zukunft einmal aussehen könnte, mit Hilfe der Phantasie: "Denk dich mit uns in die Zukunft".

Der Reiseführer greift wie die Rahmenplanung vier geplante Quartiere in der Bahnstadt der Zukunft heraus und beschreibt schlagwortartig deren jeweiligen Charakter, wie er im gegenwärtigen Stand der Entwürfe herausgearbeitet ist:

  • "Der Hauptgüterbahnhof: Am Puls der Stadt! Arbeiten – Wohnen – Kultur vereint": Ein quirliges Quartier, mit viel Leben auf der Straße und einem Kunst- und Kulturzentrum.
  • "Hauptbahnhof Süd: Rundum lebendig! – Ein Schritt aus dem Bahnhof, und du befindest dich direkt im lebendigen Treiben der Bahnstadt" – Kleine Cafés, Restaurants und der Markt auf dem Bahnhofsplatz prägen dieses Quartier.
  • "Die Gleisharfe: Das Leben ist draußen! – Wohnen und Bahnabenteuer im Grünen" – Mehrgenerationenprojekte, Baugemeinschaften und experimentelle Wohnideen kennzeichnen dieses Quartier, dazu verwunschene Spazierwege entlang alter Schienen.
  • "Das EAW-Gelände (Eisenbahnausbesserungswerk): Innovation und Begegnung – So sieht wirtschaften von morgen aus!" – Das Innovationsquartier für zukunftsfähiges Wirtschaften in behutsam restaurierten historischen Hallen.

Im LokPark hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung auszutauschen. Und wie immer sollte die Beteiligungsaktion auch Spaß machen: Dem Gewinner eines Quiz zur Bahnstadt winkte eine Zugfahrt über das Bahnstadtgelände. Für das leibliche Wohl sorgten LokPark und Stadtgarten.

Für den Zutritt in die Halle galt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Der jeweilige Nachweis musste am Eingang erbracht werden. Außerdem war eine Alltagsmaske (medizinisch oder FFP2) zu tragen.

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

Rückblick: Die erste Beteiligungsaktion

Bei der ersten Beteiligungsaktion unter dem Titel "Fahr los! Triff uns! Sprich mit!" hatten im Herbst 2020 rund 400 Einwohnerinnen und Einwohner vor Ort oder online rund 600 Beiträge mit über 900 Anregungen, Tipps und Hinweisen für die Erstellung des Rahmenplans zum Projekt Bahnstadt gegeben. Sie reichten von Hinweisen auf naturschutzrelevante Themen im Projektgebiet über Vorschläge zur Schaffung besserer Wegeverbindungen im Projektgebiet bis zu konkreten Nutzungs- und Gestaltungsvorschlägen neuer Stadtviertel. 

Die Bahnstadt

Die Bahnstadt wird im Süden durch die Autobahn A39, im Westen von der Salzdahlumer Straße und im Osten von der Helmstedter Straße begrenzt. Das Herzstück bildet der Hauptbahnhof. Nördlich des Hauptbahnhof gehören Berliner Platz und Willy-Brandt-Platz, Viewegsgarten mit der Kurt-Schumacher-Straße und der Ottmerstraße sowie die Schillstraße dazu.

Das Projekt Bahnstadt ist im Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) verankert. In der Entwicklung der Bahnstadt sollen zukunftsweisende Themen der Gesellschafts- und der Stadtentwicklung wie Digitalisierung, vernetzte Mobilität, Industrie 4.0 oder klimagerechte Stadt- und Technikentwicklung berücksichtigt werden. Für einen Teil des Areals gibt es im Rahmen der Städtebauförderung Unterstützung bei der Entwicklung durch Bund und Land.