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Basketballanlagen: Verwaltung vermittelt stadtweit Lösungen bei Nutzungskonflikten

Braunschweig, 22.09.2021 | Referat Kommunikation

In Zusammenhang mit Anwohnerbeschwerden zum städtischen Spiel- und Jugendplatz Madamenweg/Pfingststraße sowie nach einer durch die Verwaltung an einem Wohnhaus am Madamenweg unter praxisnahen Bedingungen durchgeführten Lärmmessung zur Beurteilung der Geräuschbelastung hat sich die Verwaltung in den Sommerferien kurzfristig dazu entschlossen, die maßgeblich verursachende Lärmquelle, nämlich die Streetballanlage, durch die Demontage von zwei Basketballkörben vorrübergehend zu deaktivieren.

Der Hauptgrund für diese Maßnahme war, zunächst die mittlerweile durchaus aufgeheizte Situation für die sich betroffen fühlenden Anwohner zu entschärfen, bis eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann, sowohl für die Nutzerinnen und Nutzer als auch für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Da in dieser Sache verschiedene Stellen der Verwaltung und die zuständigen politischen Gremien eingebunden werden müssen, war es innerhalb der Sommerpause bzw. der Sommerferien nicht möglich, eine abschließende Entscheidung bzw. eine Lösung zu erarbeiten.

Maßgeblich für die Beschwerden ist nicht der vom Spielplatz ausgehende Kinderlärm, sondern vielmehr die Diskrepanz zwischen dem schalltechnisch nachgewiesenen Immissionsrichtwert im Rahmen des ursprünglichen Bebauungsplanverfahrens und der aktuell gemessenen Geräuschentwicklung aus dem realen, sich im Lauf der Jahre verändernden Nutzungsverhalten, die Streetballanlage betreffend, insbesondere in den späten Abendstunden nach Beginn der gesetzlichen Ruhezeiten.

Die Lärmproblematik dieser Anlage ist dem zuständigen Polizeirevier bekannt. Eine statistische Auswertung zu den Einsatzzeiten liegt derzeit nicht vor. Im Rahmen der Jugendarbeit wird sich die Verwaltung dieses Themas ebenfalls annehmen.

In der Öffentlichkeit konnte in diesem Zusammenhang zuletzt der irreführende Eindruck entstehen, der Fortbestand von Braunschweigs Kinderspielplätzen sei gefährdet. Dem ist nicht so. Die hier beschriebene Lärmproblematik betrifft einen Basketballplatz. Richtig ist, dass es eine solche Lärmproblematik auch an einer Reihe von weiteren Basketballanlagen im Stadtgebiet gibt, wo sich ebenfalls Anwohner insbesondere in den Ruhezeiten durch die Nutzung dieser Anlagen gestört fühlen. Die Verwaltung ist seit längerem intensiv bemüht, in jedem einzelnen Fall sowohl Nutzerinteressen als auch die Interessen von sich betroffen fühlenden Anwohnerinnen und Anwohner untereinander abzuwägen und Lösungen zu finden. Teilweise lassen sich Kompromisse durch bauliche Anpassungen finden. Dies gelingt aber nicht immer.