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Rund 36 Millionen Frequenzen in der Braunschweiger Innenstadt

Braunschweig, 11. Oktober 2022 – Braunschweig Stadtmarketing GmbH

© Grafik: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Sommerquartal mit Werten über 2019

Nach zwei Jahren mit starken Auswirkungen durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie zeigen die aktuellen Jahresfrequenzen im Auswertungszeitraum vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022, dass sich die Braunschweiger Innenstadt auf dem Weg Richtung Vor-Krisen-Niveau befindet. Seit Mai übertreffen die Monatsfrequenzen sogar die Werte vor der Corona-Pandemie 2019. Insgesamt fallen die Besucherbewegungen im Auswertungszeitraum mit fast 36 Millionen im Vergleich zum selben Auswertungszeitraum im Vorjahr um fast 40 Prozent höher aus und liegen damit nur noch etwa neun Prozent hinter den Werten vor der Corona-Pandemie im Auswertungszeitraum 2018/19 zurück.

Knapp 36 Millionen Besucherbewegungen erfassten die Lasermessgeräte vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 in der Braunschweiger Innenstadt. Das bedeutet eine Steigerung um fast 40 Prozent zum vorjährigen Auswertungszeitraum und nur eine Differenz von neun Prozent gegenüber dem letzten vollständigen Erfassungszeitraum vor der Corona-Pandemie vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019. „Seit März nähern sich die Frequenzen den Werten vor der Pandemie an und seit Mai liegen die Frequenzen sogar darüber“, sagt Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Stadtmarketing GmbH, die die Frequenzen in der Innenstadt digital erfasst.

Mit fast 22 Prozent mehr Besucherbewegungen als vor der Pandemie war der Juli besonders stark, im August waren es gute neun Prozent mehr. „Die Innenstadt hat im Sommer eine deutliche Belebung erfahren, nachdem im April die meisten Einschränkungen weggefallen waren. Für viele Akteure war das der Startschuss für einen Restart: In der Gastronomie hat die Freisitzflächensaison eröffnet, Veranstalterinnen und Veranstalter haben ihre Planungen wieder aufgenommen und die Menschen hatten nach den Einschränkungen Lust, etwas zu unternehmen.“, so Leppa weiter. „Im Sommer gab es wie in Zeiten vor der Pandemie wieder viele Veranstaltungen in der Innenstadt, die gut angekommen sind. Im Rahmen des Sofortprogramms ‚Perspektive Innenstadt‘ vom Land Niedersachsen konnten wir als Stadtmarketing von Juli bis August mit verschiedenen Aktionen zusätzliche Akzente setzen.“ In der Zeit vom 17. Juli bis zum 28. August veranstaltete das Stadtmarketing eine Rollschuhdisco und ein Dinner in White in der Braunschweiger Innenstadt, schuf einen Stadtgarten und einen Stadtstrand auf zentralen Plätzen und realisierte verschiedene Sportangebote für Kinder und Jugendliche.

Im Winter haben sich die Einschränkungen noch deutlich auf die Frequenzen ausgewirkt. Im Vergleich zur Auswertung von 2018/19 fiel der Dezember mit fast 28 Prozent weniger Besucherbewegungen am schwächsten aus, aber auch Januar und Februar zeigten mit 20 und 22,5 Prozent deutliche Einbußen. „Die Winterruhe, in deren Zuge auch der Braunschweiger Weihnachtsmarkt früher als geplant schließen musste, hat im Winter voll eingeschlagen. Das ist der Grund dafür, dass die Jahresfrequenzen im Vergleichszeitraum noch nicht an die vor der Pandemie heranreichen. Auch ausgeweitete Homeoffice-Regelungen in den Büros in der Innenstadt wirken sich hier aus“, erklärt Leppa. „Dass die Differenz aber nur zehn Prozent beträgt, obwohl sieben der zwölf Monate noch von starken Einschränkungen betroffen waren, zeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, den wir im Rahmen des Innenstadtdialogs weiter konsequent verfolgen werden. Die starken Sommermonate haben gezeigt, dass die Braunschweiger Innenstadt nach wie vor ein attraktiver Verweilort für Braunschweigerinnen und Braunschweiger sowie Gäste aus der Region ist, in der sie einkaufen sowie Genuss und Erlebnisse miteinander verbinden können.“

Laserbasierte Frequenzmessung
Seit Ende September 2016 erfasst das Stadtmarketing, unterstützt durch den Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. und die Schloss-Arkaden, die Frequenzen in der Innenstadt an sechs Standorten digital: Damm, Hutfiltern, Langer Hof, Schuhstraße, Poststraße und Sack. Mittlerweile ergänzen zwei weitere Lasergeräte in der Neuen Straßen und der Friedrich-Wilhelm-Straße die Messungen. Letzteres ist in die Auswertung nicht eingeflossen, da es erst seit Mitte 2021 angebracht ist und aus den Vergleichszeiträumen keine Daten vorliegen. Für die Erfassung nutzt das Stadtmarketing die Technik der LASE PeCo Systemtechnik GmbH. Mit der lasergesteuerten Technik lassen sich rund um die Uhr nahezu echtzeitbasierte Daten erfassen. Dabei werden Besucherinnen und Besucher, die mehrere Messpunkte passieren, mehrfach gezählt, sodass der Frequenzbegriff nicht mit der Besucheranzahl gleichzusetzen ist. Die Technik ist gesundheitlich unschädlich und da das Messverfahren keine personenbezogenen Daten erhebt, ist sie auch datenschutzrechtlich unbedenklich. Seit April 2019 sind die Messdaten öffentlich einsehbar unter www.hystreet.com (Öffnet in einem neuen Tab).

Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“
Der Stadtgarten, die Bewegungsangebote und der Stadtstrand und das Dinner in White wurden als Teil der Reaktion der Europäischen Union auf die COVID-19-Pandemie finanziert und erhielten Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt!“. Mit dem Programm fördert das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Projekte und Konzepte zur Innenstadtentwicklung. Insgesamt umfasst es gut 120 Millionen Euro und speist sich aus der Aufbauhilfe REACT EU (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe), mit der die Europäische Union dabei unterstützt, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen.

Über den Innenstadtdialog
Als Reaktion auf den Strukturwandel in den Innenstädten haben die Stadt Braunschweig und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft im Oktober 2020 den Dialog zur Zukunft der Braunschweiger Innenstadt initiiert. Über öffentliche Dialogforen und verschiedene digitale Beteiligungsangebote haben Händlerinnen und Händler, Gastronominnen und Gastronomen, Kultur- und Kreativschaffende, Sozialpartnerinnen und -partner sowie Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit sich in den Innenstadtdialog einzubringen. Der Innenstadtdialog initiiert, begleitet und reflektiert Maßnahmen zur Stärkung der Braunschweiger Innenstadt, die teils auch im Rahmen der Landesförderprogramme „Perspektive Innenstadt!“ und „Resiliente Innenstädte“ umgesetzt werden. Alle Infos unter: www.braunschweig.de/innenstadtentwicklung (Öffnet in einem neuen Tab)