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Dezernenten für Ordnungs- und neues Umweltdezernat vorgeschlagen

Braunschweig, 4. November - Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

© Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattetOberbürgermeister Ulrich Markurth (Mitte) mit den beiden möglichen neuen Dezernenten Dr. Thorsten Kornblum (links) und Holger Herlitschke.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat dem Rat der Stadt Braunschweig heute Vorschläge für die Besetzung von zwei Dezernaten vorgelegt. Die Stelle des Stadtrates für das Organisations-, Personal- und Ordnungsdezernat soll Dr. Thorsten Kornblum wahrnehmen, der derzeit Leiter des Ministerbüros im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport ist. Das neu zu schaffende Dezernat für Umwelt, Stadtgrün, Sport und Hochbau soll vom Braunschweiger Architekten Holger Herlitschke geleitet werden.

Die Stelle des Ordnungsdezernates wird zum 1. April 2020 frei, da Stadtrat Claus Ruppert in den Ruhestand tritt. Das künftige „Umweltdezernat“ wird nach Beschluss des Rates vom Juni dieses Jahres neu geschaffen. Auf die Stelle der Ordnungsdezernentin bzw. des Ordnungsdezernenten sind 30 Bewerbungen eingegangen, für die Leitung des Umweltdezernats haben 18 Bewerberinnen und Bewerber Unterlagen eingereicht.

„Ich freue mich über das große Interesse an der Dezernententätigkeit bei der Stadt Braunschweig und die ausgezeichnete Qualität eines Großteils der Bewerbungen“, sagte Oberbürgermeister Markurth. „Ich lege dem Rat heute zwei überzeugende und sehr qualifizierte Bewerbervorschläge vor, die nach meiner Einschätzung das Team der Dezernentinnen und Dezernenten hervorragend ergänzen können und die das Zeug haben, die Herausforderungen in diesen beiden großen und zentralen Dezernaten zu meistern und diese großen Einheiten erfolgreich zu führen. Für das Organisations-, Personal- und Ordnungsdezernat nannte Markurth vor allem die Aufgaben Digitalisierung und den Modernisierungsprozess insgesamt als künftige Schwerpunkte, für das neu zu schaffende Dezernat die gestiegene Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz, die mit der Umorganisation deutlich herausgestellt und mit den Themen Hochbau und Stadtgrün verknüpft werde.

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattetDr. Thorsten Kornblum

So passe es hervorragend, dass der aus Lingen   stammende Dr. Thorsten Kornblum (37) die Themen Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung bereits seit 2015 in seiner derzeitigen Position als Leiter des Ministerbüros voranbringe, sagte Markurth. Seine Qualifikation und Verwaltungserfahrung auf diesen wichtigen Zukunftsfeldern habe er auch im Vorstellungsgespräch überzeugend darlegen und Ideen für die Stadt Braunschweig entwickeln können. „Herr Dr. Kornblum hat die Rolle eines Change Managers und kann damit nahtlos an den von Claus Ruppert maßgeblich geprägten Modernisierungsprozess der Verwaltung anknüpfen.“ Damit habe er sich auch von den anderen Bewerberinnen und Bewerbern abgehoben. Als Ratsherr in Münster (2009 bis 2013) habe Dr. Kornblum zugleich kommunalpolitische Erfahrung erworben und kenne die Erwartungen von Politik und Öffentlichkeit.

Zugleich sei Dr. Kornblum promovierter Volljurist, und insofern ein Glücksfall, da er damit auch hervorragende Voraussetzungen für die Themen des Fachbereichs Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit mitbringe. Daher habe er auch entschieden, wie bereits im Sommer angekündigt, das Rechtsreferat aus seinem eigenen Dezernat herauszulösen und beim Ordnungsdezernat anzusiedeln, sagte Markurth. Diese Organisationsänderung lege er dem Rat jetzt ebenfalls zur Entscheidung vor.

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattetHolger Herlitschke

Holger Herlitschke (55) soll künftig Stadtrat für Umwelt, Stadtgrün, Sport und Hochbau werden. Er ist seit 1996 selbständiger Architekt im Architekturbüro Archityp in Braunschweig. Von 2006 bis 2016 war er Ratsherr im Rat der Stadt Braunschweig und in dieser Zeit unter anderem Vorsitzender der Fraktion Bündnis90/Die Grünen und Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses. „Dadurch verfügt Herr Herlitschke über ein umfassendes Erfahrungswissen und über das erforderliche Verständnis für das Spannungsfeld zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft“, sagte der Oberbürgermeister.

„Hinzu kommt, dass Herr Herlitschke als Architekt über einschlägige fachliche Erfahrungen in einem wesentlichen Aufgabenbereich des Dezernates – dem Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement – verfügt,“ sagte Markurth weiter. Er habe sich damit von den übrigen Bewerberinnen und Bewerbern abheben und dies auch in den Vorstellungsgesprächen unter Beweis stellen können. So bringe er hervorragende Voraussetzungen mit, das Thema Umwelt- und Klimaschutz etwa bei städtischen Hochbauten noch stärker zu verankern, mit den vielfältigen Klimaschutz-Themen des Fachbereichs Stadtgrün zu verzahnen und das Thema insgesamt sichtbarer zu machen.

Markurth hatte im Sommer die Schaffung eines weiteren Dezernats vorgeschlagen, um neben der Stärkung des Umweltschutzes unter anderem den mit vielen Zukunftsaufgaben beauftragten Baubereich zu entlasten. Dazu sollen gemäß Ratsbeschluss aus dem Baudezernat der Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement in Gänze und aus dem Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz die Abteilungen „Umweltschutz, Umweltplanung“ und „Stadtgrün - Planung und Bau“ sowie aus dem derzeitigen Dezernat für Finanzen, Stadtgrün und Sport der Fachbereich Stadtgrün und Sport ausgegliedert und im neuen Dezernat zusammengezogen werden. Zum Finanzdezernat soll dafür zukünftig auch der Fachbereich Feuerwehr gehören, der wiederum aus dem Ordnungsdezernat ausgegliedert wird.

„Mit den jetzt vorgelegten Personalentscheidungen sehe ich sehr gute Voraussetzungen gegeben, dass die Ziele der Dezernatsumbildung erfolgreich verfolgt werden können und wir als Stadtverwaltung noch mehr Schlagkraft bei der Bewältigung unserer vielfältigen Aufgaben entwickeln“, sagte der Oberbürgermeister. Er hoffe nun, dass der Rat seine Vorschläge möglichst breit unterstütze.

Stadträte werden jeweils für die Dauer von acht Jahren gewählt. Nach einer Vorauswahl haben jeweils mit fünf Bewerberinnen und Bewerbern Gespräche stattgefunden. Jeweils drei Bewerberinnen und Bewerber der engeren Wahl haben im Laufe der Verfahren ihre Bewerbungen zurückgezogen. Die jetzt vorgeschlagenen Bewerber stellen sich in den kommenden Tagen den Fraktionen vor. Die Wahl würde in der Ratssitzung am 12. November erfolgen, bei der die Bewerber anwesend sein werden.