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400 Gäste beim städtischen Neujahrsempfang

Braunschweig, 17. Januar - Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

© Stadt Braunschweig/Foto Daniela NielsenOberbürgermeister Ulrich Markurth mit Ehefrau Susanne, sowie die Ehrenbürger Richard Borek (l.) und Gerhard Glogowski (r.), Landessozialministerin Dr. Carola Reimann (Mitte) und Festredner Prof. Arno Kwade.

Um Zukunftsthemen - wie sollte es anders sein - ging es beim Neujahrsempfang der Stadt Braunschweig, zu dem Oberbürgermeister Ulrich Markurth am 17. Januar knapp 400 Gäste im Lichthof des Städtischen Museums empfing.  Festredner Prof. Arno Kwade, Leiter des Instituts für Partikeltechnik und Vorstandssprecher des Forschungszentrums Battery LabFactory Braunschweig an der Technischen Universität Braunschweig, erläuterte die Möglichkeiten und Herausforderungen der Elektrifizierung der Mobilität, insbesondere in dieser Region. Das geriet zuweilen sehr anschaulich. Eine Batteriezellherstellung erklärte der Festredner zum Beispiel mit der Analogie des Kuchenbackens.

Kein Ausblick auf die Zukunft ohne Rückblick: Zum Beginn der Veranstaltung führte ein Film noch einmal die Höhepunkte des Jahres 2019 in Erinnerung, die insbesondere die Arbeit der Stadtverwaltung prägte. Daran schloss Oberbürgermeister Markurth in seiner Rede an. Bildung, Mobilität, Klimaschutz sind die großen Themen, an denen die Stadtverwaltung arbeitet. Die Stadt investiere wie nie, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Es nicht zu tun wäre falsch, auch wenn die Kommunen nach wie vor für diesen großen Aufgaben schlecht ausgestattet sind. Von den Milliardensteuereinnahmen auf Bundesebene komme bei ihnen wenig an. Wie groß die Aufgabe ist, verdeutlichte Markurth am Beispiel der Schulen: 14 Millionen Euro seien gerade für eine zweizügige Grundschule veranschlagt, bei einer weiterführenden Schule sind das allein die Kosten für den Brandschutz. Er wisse, es gebe bei manchen Unzufriedenheit, dass ihre Schule derzeit nicht für Sanierugen vorgesehen sei, doch "seien Sie sicher, wir tun das Maximum des Möglichen". Nicht nur die Finanzen, auch der Fachkräftemangel schränke die Möglichkeiten ein.

Das Thema Klimaschutz, eines der großen Themen des Jahres 2019, habe die Stadtverwaltung im Blick. Das Klimaschutzkonzept aus 2010 ist in der Fortschreibung. Braunschweig werde seinen Beitrag leisten, mit den Themen Mobilität, Wohnen und Energie. Neue Traminos und eine neue Hybrid-Busflotte, dazu die Verbesserung der Taktungen in Stadt und Region nannte Markurth hier als Beispiele. Seit Jahren laufe in Braunschweig die Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM), von vielen unbemerkt, jetzt sei sie Teil des großen regionalen Testfeldes Autonomes Fahren. "Wir sind nicht nur Mobilitätskompetenzregion, sondern wir werden Mobilitätsreferenzregion."

Einen Ausblick gab der OB auf einige großen Themen des Jahres 2020: Die Entwicklung des Gebiets "Bahnstadt" am Hauptbahnhof, eine Riesenchance für Wohnen und Gewerbe auf 82 Hektar in Innenstadtlage, die Gesundheitsversorgung, wo er die mögliche universitäre Medizinerausbildung am Städtischen Klinikum, wenn diese durch das Land refinanziert werde, und die Braunschweigische Landessparkasse. Die Kommunen würden in diesem Jahr einen Anlauf nehmen, aus ihr zum Vorteil der Wirtschaft und der Kommunen eine richtige Sparkasse zu machen. 

Was Kultur und Sport angehe, freue er sich auf den Lichtparcours, die Deutsche Meisterschaft und die Tanzweltmeisterschaften, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Ein kulturelles Schlaglicht gab es jetzt schon einmal: das warf das Staatstheater mit Auszügen aus dem Musical "Chicago", das derzeit gegeben wird. Die Sänger und Musiker rahmten das Programm stimmungsvoll ein.

© Stadt BraunschweigJahresrückblick 2019
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