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Anbau mit Mensa für Grundschule Waggum übergeben

Braunschweig, 12. April 2021 | Referat Kommunikation

© Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Mit dem Schuljahr 2020/2021 ist die Grundschule Waggum als eine von 27 neu genehmigten Ganztags-Grundschulen in Niedersachsen gestartet. Mit einem neuen Anbau, der eine Mensa mit Ausgabeküche enthält, sowie umfangreichen Sanierungen des Bestandsgebäudes hat die Stadtverwaltung nun auch angemessene räumliche Bedingungen für den Ganztagsbetrieb geschaffen. Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat das neue Gebäude heute symbolisch übergeben. Die Gesamtmaßnahme hat ein Investitionsvolumen von fast 14 Millionen Euro. Bis Jahresende schließen sich noch die Sanierung der Sporthalle und die Neugestaltung der Außenanlagen an.

Der Zuzug junger Familien in die Neubaugebiete „Vor den Hörsten“ und „Bevenrode - Am Pfarrgarten“ hat dazu geführt, dass sich die Grundschule Waggum dreizügig mit absehbar etwa zwölf Klassen entwickelt, erläuterte der Oberbürgermeister. „Dem tragen wir mit einer Erweiterung und Sanierung der Grundschule Rechnung, und schaffen zugleich die Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb, der in allen Grundschulen Standard sein soll.“

2017 hatte der Rat das Vorhaben beschlossen, 2018 wurde der erste Spatenstich gesetzt. „Auch hier liegt wieder ein langer Weg hinter uns. Daran kann man auch sehen, welchen planerischen und finanziellen Aufwand es bedeutet, wenn eine Schule wie diese, die seit ihrem Bau im Jahre 1968 keine grundlegenden Sanierungen erfahren hat, dann auf einen Schlag rundum zeitgemäß ausgestattet werden muss. Bei der Zahl von über 80 städtischen Schulgebäuden wird dann auch deutlich, was für ein Kraftakt das Thema Schulsanierung und –modernisierung für uns insgesamt ist. Wir können nicht alles auf einmal schaffen. Gleichwohl haben wir klare Prioritäten, die wir abarbeiten, um so schnell wie möglich zu sein. Wir wollen gute Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler in Braunschweig bieten. Umso mehr freue ich mich, dass heute ein weiterer Meilenstein gesetzt wird.“  

Für den Ganztagsbetrieb der Schule sind im Anbau neben der Mensa ein Betreuungsraum für eine 17 Uhr-Gruppe, ein passiver und ein aktiver Freizeitbereich, ein Büro für den Ganztags-Kooperationspartner und ein Materialraum geschaffen worden. Zudem wurden zwei Unterrichtsräume eingerichtet. Im Bestandsgebäude sind alle zehn Klassenräume und die drei Fachunterrichtsräume saniert worden.

Mit der Errichtung des zweigeschossigen Anbaus im Norden ist die Schule nun zudem auch für inklusiven Unterricht ausgestattet. Alle Räume für den Ganztagesbetrieb mit Mensa sowie vier Unterrichtsräume mit jeweiligem Gruppenraum sowie der Musikraum und der Computerraum sind über einen neuen Aufzug erschlossen. Foyer und Verwaltung sind über eine außenliegende Rampe erreichbar. Das Foyer der Schule kann in Zukunft als Versammlungsstätte für externe Veranstaltungen für bis zu 200 Menschen genutzt werden.

Mit dem Einbau neuer Akustikdecken, der Erneuerung des Datennetzes und der Ausstattung mit W-LAN haben die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium viel Komfort in der Schule. Neben einem zeitgemäßen Brandschutzkonzept wurde unter anderem die Haustechnik komplett erneuert. Für die Umweltschule wurde die Heizart von Heizöl auf Gas geändert. Eine moderne Gaswärmepumpe ist nun Herzstück der neuen Heizungsanlage. Im Sommer komplettiert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Fahrradständer das Energiekonzept.

Zum kommenden Schuljahr wird die Schule voraussichtlich 13 Klassen haben, daher wird ein Klassenraumpavillon auf dem Gelände weiter genutzt werden. Die Verwaltung geht anhand der Schülerzahlentwicklung davon aus, dass die Schule mittelfristig jedoch dreizügig sein wird.