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Grundschule Stöckheim bekommt Mensa für den Ganztagsbetrieb und wird saniert

Braunschweig, 13. Juli 2022 - Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum (2.v.l.) und Hochbaudezernent Holger Herlitschke (re.) mit Vertreterinnen und Vertretern von Schule und Politik beim symbolischen ersten Spatenstich.© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hat am heutigen Mittwoch den ersten Spatenstich für eine Mensa an der Grundschule Stöckheim gesetzt. Der Neubau ist ein Baustein zur Einrichtung des Ganztagsbetriebs an der Grundschule. Nach der Fertigstellung werden in den kommenden Jahren die Bestandsgebäude in mehreren Abschnitten umfänglich saniert. Die Kosten für das Gesamtprojekt inklusive der Sanierungsmaßnahmen liegen bei etwa 13,2 Millionen Euro.

„Mit dem Neubau der Mensa machen wir einen großen Schritt in Richtung Ganztagsbetrieb an der Grundschule Stöckheim“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Damit senden wir ein wichtiges Signal insbesondere an junge Familien, die sich in unseren Baugebieten niederlassen.“ Mit den Neubaugebieten Stöckheim-Süd und Trakehnenstraße/Breites Bleek werde der Bedarf an Schul- und Ganztagesplätzen an der Grundschule wachsen. „Wir wollen als Wohnort für Familien attraktiv bleiben. Also müssen wir investieren, um für die Kinder bestmögliche Lernbedingungen und für ihre Eltern Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen“, so der OB. Ab 2026 beginne zudem jahrgangsweise aufsteigend ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz für alle Grundschulkinder. „Mit dem Umbau der Grundschule Stöckheim kommen wir dem flächendeckenden Ganztagsangebot an Braunschweiger Grundschulen einen großen Schritt näher“, sagte Dr. Kornblum.

Die Bestandgebäude der heutigen Grundschule Stöckheim, die für eine Dreizügigkeit ausgelegt sind, wurden in den späten 50er und frühen 60er Jahren errichtet. Sie sind bis heute erhalten, lediglich kleinere Sanierungen hat es gegeben. 

Zur Einrichtung des Ganztagsbetriebs sind der Neubau einer Mensa, inklusive eines Freizeitbereiches und die Umstrukturierung der Raumnutzungen in der gesamten Schule notwendig.   Zur Deckung des Gesamtbedarfs an Schul- und Ganztagesplätzen ist geplant, die Schulbezirke Stöckheim (inklusive der Außenstelle Leiferde) und Melverode zum Start des Ganztagesbetriebes zu einem Schulbezirk zusammenzulegen. 

Der Mensa-Neubau auf dem Schulgelände der Grundschule Stöckheim wird den bestehenden Schulkomplex als straßenbegleitendes Gebäude ergänzen. Durch die orthogonale Anordnung zu den Bestandsgebäuden soll es sich harmonisch in die Umgebung einpassen.  Auf diese Weise wird ein gut nutzbarer Außenraum zwischen Sporthalle, Mensa, Schulgebäude und Nebengebäude geschaffen, der als zusätzliche Schulhoffläche genutzt werden kann. 

Der innen offen gestaltete Neubau wird in Massiv- und Holzbauweise errichtet. Fundamente, Wände und Decken werden in Stahlbeton gebaut. Die Fassade mit großzügigen Fensterflächen wird mit vertikalen Holzlamellen bekleidet. Auf dem Dach des Neubaus wird eine Photovoltaik-Anlage geplant.

Nach Fertigstellung des Mensagebäudes werden die Bestandsgebäude in mehreren Abschnitten saniert. Die ersten beiden Sanierungsabschnitte umfassen den zentralen Mitteltrakt mit den WC-Anlagen, den Umkleide- und Duschbereich der Sporthalle und die Pausenhalle. In weiteren Sanierungsabschnitten folgen die beiden Klassentrakte. Im gesamten Schulgebäude werden die Fenster und Außentüren erneuert. Der östliche eingeschossige Bau wird zusätzlich in den Wandbereichen gedämmt. Der nördliche Gebäudeteil erhält ein neues Dach. Der gesamte Schulkomplex wird brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Außerdem werden sämtliche Elektroleitungen und Datennetze erneuert. Die Schule erhält eine Hausalarmanlage, die auch für den Amokfall ausgelegt wird. Das gesamte Heizungsnetz inklusive Heizkörpern wird erneuert. Eine Trinkwassernetzsanierung wird durchgeführt.

Alle Unterrichts-, Gruppen- und Besprechungs- und Verwaltungsräume werden im Zuge der Maßnahmen mit Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, so dass künftig ein Luftaustausch ohne Fensteröffnung möglich sein wird. Im Außenbereich wird die Feuerwehrzufahrt den neuen Standards angepasst. Eine Anlieferzone für die neue Mensa wird geschaffen. 

Der Erweiterungsbau sowie große Bereiche der gesamten Schulanlage werden inklusiv hergerichtet. Gemäß den Absprachen mit dem Behindertenbeirat und der Schulbehörde werden für jeden Jahrgang ein Unterrichtsraum sowie die dazugehörigen Gruppenräume, alle Fachunterrichtsräume, die Verwaltungsräume und die Pausenhalle barrierefrei hergerichtet.

Im Bereich der neuen Mensa und im Schulbestandsgebäude wird jeweils ein Behinderten-WC eingebaut. Die Sporthalle erhält einen kombinierten Trainer-/Behinderten-WC-  und Duschbereich. Der rückwärtige Schulhof wird zum barrierefreien Zugang der Fachunterrichtsräume im Souterrain abgesenkt. Außerdem garantiert ein Außenaufzug die Barrierefreiheit. Neue Türen entsprechen den Anforderungen der Inklusion. Die Akustik der Räume wird durch den Einbau neuer, akustisch wirksamer Unterdecken den heutigen Standards für eine inklusive Beschulung angepasst. Beide Schulhofbereiche werden für die inklusive Nutzung gestaltet. Ein Behindertenparkplatz vor der Schule ist bereits eingerichtet.

Die Fertigstellung der neuen Mensa ist Anfang 2024, spätestens für den Start des Schuljahres 2024/2025 geplant. Der Baustart für den ersten Sanierungsabschnitt ist nach Inbetriebnahme des Mensaneubaus vorgesehen. Die gesamten Sanierungsmaßnahmen in den Bestandsgebäuden werden abschnittweise im laufenden Schulbetrieb umgesetzt. Für die Bauphasen werden Container mit WC-Anlagen und anschließend mit Unterrichtsräumen auf dem Schulhof aufgestellt.