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Zehn Jahre Quartiersentwicklung am Alsterplatz

Braunschweig, 16. August 2022 - Nibelungen Wohnbau GmbH

Auf dem Dach der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule: OB Dr. Thorsten Kornblum, Nibelungen-Geschäftsführer Torsten Voß, Prokuristen der Nibelungen Jonas Mehlmann und Rouven Langanke.© Andreas Greiner-Napp

Ein Rundumblick auf zehn Jahre Quartiersentwicklung: Am 12. August schaute sich Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum im Rahmen seiner Sommertour das neu entstandene Quartier am Alsterplatz auch von oben an – vom Dach der Wilhelm-Bracke Gesamtschule. Mit dem Neubau und Abriss des Schulgebäudes hatte die Quartiersentwicklung 2012 in der Weststadt begonnen. Heute sieht man auf dem ehemaligen Gelände der Schule viele üppig und farbenfroh bepflanzte Balkone, schön gestaltete Terrassen mit Sitzecken sowie viele fröhliche Bewohnerinnen und Bewohner auf Spielplätzen und dem neuen Quartiersplatz, der neben Bänken im Grünen und einem Tausch-Bücherschrank auch eine Lichtskulptur bietet. Ein buntes Wohnquartier voller Leben. 179 Miet- und 36 Eigentumswohnungen hat die Nibelungen-Wohnbau-GmbH am Alsterplatz gestaltet. Alle sind inzwischen vermietet bzw. verkauft. Mit dem Bau der Hauptzufahrt Isselstraße ist das Quartier nun fertiggestellt. Lediglich das Pflanzen der Straßenbäume wurde mit Rücksicht auf die warmen Sommertemperaturen auf den Herbst 2022 verschoben.

„Am Alsterplatz ist ein buntes und attraktives Quartier entstanden, in dem es sich gut leben lässt“, sagte OB Dr. Kornblum. „Es ist ein gutes Beispiel für die Wohnbauoffensive der Stadt Braunschweig, mit der wir Wohnraum für jeden Geldbeutel schaffen: Mit der Ausweisung und Entwicklung von Baugebieten und Grundstücken, mit der Schaffung von Baurecht für private Träger im Geschosswohnungsbau, und nicht zuletzt wie hier mit dem Bau von Wohnungen selbst durch unsere Nibelungen-Wohnbau.“

Vielfalt – das sei ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung gewesen, berichteten Nibelungen-Geschäftsführer Torsten Voß und Nibelungen-Prokurist Rouven Langanke beim Rundgang. Unterschiedliche Grundrissvarianten und Wohnungsgrößen richten sich an alle Generationen und Lebenssituationen. Der Wohnungsmix reicht von der kompakten 2-Zimmer-Wohnung über familiengerechte 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen bis zur Dachgeschosswohnung mit Blick über den Alsterplatz. Im neuen Quartier gibt es auch zwei besondere Wohnformen: eine vom ambet e.V. ambulant betreute Wohn-Pflegegemeinschaft und das gemeinschaftliche Wohnprojekt „Gemeinsam Wohnen am Alsterplatz“. Eine kleine Gruppe pflegt eine Nachbarschaft mit viel Austausch und gegenseitiger Unterstützung. Die Nachbarn leben in eigenen Wohnungen auf einer Etage. Zur gemeinschaftlichen Nutzung dienen eine rund 75 Quadratmeter große Wohnung und eine Dachterrasse. 

Ins Quartier wurden zudem vielseitige Gewerbeflächen integriert. Die Braunschweigische Landessparkasse und die Fahrschule Jendritzki haben am Alsterplatz eine Filiale eröffnet. Die sehr gute Infrastruktur – in der Nachbarschaft liegt das Einkaufszentrum Elbestraße – wird zudem durch das Café Zimtschnecke, die Gemeinschaftliche Zahnarztpraxis Elbestraße und die Ergotherapiepraxis Ergo-Team-West ergänzt. Des Weiteren gibt es im Viertel eine neue zweizügige Kindertagesstätte der Stadt Braunschweig, die Kinder- und Jugendhilfe St. Nikolaus und ein Servicebüro, in dem ambet und die Nibelungen regelmäßige Sprechzeiten anbieten. 

„Begegnungsräume, Treffpunkte und kurze Wege zu Naherholungsgebieten, zum Einkaufen und zu Ärzten – das sind wichtige Kriterien von Wohnqualität“, so Torsten Voß. „Wichtig ist heute aber auch flexible Mobilität.“ So stehen am Alsterplatz an einer neuen Bike-Station zwei Lastenräder und fünf Leihfahrräder bereit. Und in Zusammenarbeit mit der KOM|DIA, einem Tochterunternehmen von BS|ENERGY, wurden im Juli Ladesäulen in der Isselstraße aufgebaut. Acht Stellplätze stehen nun zur Ladung von E-Fahrzeugen zur Verfügung – davon vier fest vermietete. Die vier weiteren sind für die halböffentliche Nutzung durch Mieter, deren Besucher sowie die Kunden der Gewerbepartner. Zu Fuß kann in nur wenigen Minuten die Straßenbahnhaltestelle Alsterplatz erreicht werden.

Aufs Dach der IGS Wilhelm Bracke stieg Dr. Thorsten Kornblum dann nicht nur wegen der guten Übersicht. Er schaute sich auch die Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach an. Die 706 Module mit einer Nennleistung von 183 kWp erzeugen seit 2015 in Summe rund 150.000 kWh Strom pro Jahr (zum Vergleich: Ein Durchschnittshaushalt benötigt 3.000 kWh). Die Energieversorgung im Quartier war ein wichtiges Thema beim Besuch – auch vor dem Hintergrund der Ende Juni gegründeten Energiegenossenschaft Braunschweiger Land. Die Nibelungen gehört zu den Gründungsmitgliedern. Der Fokus der Genossenschaft liegt zunächst auf dem Ausbau von Photovoltaik. In den kommenden Jahren wird die Nibelungen-Wohnbau auf den Dächern ihrer Gebäude, mit Unterstützung der Energiegenossenschaft, den Aufbau von Photovoltaik-Anlagen weiter voranbringen.