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Grundschule Lehndorf: Neue Räume, Mensa und Barrierefreiheit für den Ganztagsbetrieb

Braunschweig, 19. März 2021 | Referat Kommunikation

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

OB Markurth: Kooperative Ganztagsgrundschulen haben sich bewährt

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat am Freitag die umgebauten und sanierten Räumlichkeiten der Grundschule Lehndorf eröffnet. Unterrichts- und Gruppenräumen wurden umgestaltet und eine Mensa für den Ganztagsbetrieb eingerichtet. Die Kosten belaufen sich auf knapp 4,1 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth: "Das Braunschweiger Modell der Kooperativen Ganztagsgrundschulen hat sich bewährt und ich freue mich, dass wir mit dem Umbau in Lehndorf Räumlichkeiten geschaffen haben, in denen die Kinder hier künftig alles finden, was sie fürs Lernen und Spielen benötigen. Unser Ziel ist weiterhin eine flächendeckende Einführung der Ganztagsgrundschule in Braunschweig, und wir schaffen Schritt für Schritt die Voraussetzungen."

Das Braunschweiger Modell der Kooperativen Ganztagsgrundschulen ist geprägt von einer engen und verbindlichen Zusammenarbeit von Schule, Stadt und Anbietern der Jugendhilfe. Kooperationspartner – im Fall der Grundschule Lehndorf sind es die evangelisch-lutherische Propstei Braunschweig und das städtische Kinder- und Jugendzentrum Turm – stellen Betreuungsangebote an fünf Tagen der Woche und in den Ferien sicher. 2007 gingen die ersten vier Ganztagsgrundschulen in Braunschweig an den Start, mittlerweile gibt es 19 städtische Ganztagsgrundschulen.

Holger Herlitschke, Dezernent für Umwelt, Stadtgrün, Sport und Hochbau, sagte: "Die große Herausforderung an der Grundschule Lehndorf war, die Erweiterung im denkmalgeschützten Bestand zu ermöglichen. In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz haben wir Bestandsräume umgebaut und umgenutzt und so den Platz für eine Mensa und fünf Gruppenräume geschaffen."

Das Gebäude besteht aus einem zweigeschossigem Hauptgebäude und einem fünfgeschossigen Turm. Die Kindertagesstätte, die zuvor im Turm untergebracht war, wurde geschlossen, wodurch in vier Etagen Räume für den Ganztagsbetrieb der Grundschule frei wurden. Zunächst wurde im Sommer 2018 eine Interims-Mensa im Turm eingerichtet, um mit dem Ganztagsbetrieb bereits zum Schuljahr 2018/2019 starten zu können. Ab April 2019 wurden alle weiteren Arbeiten im laufenden Schulbetrieb ausgeführt.

Der Brandschutz wurde auf den neuesten Stand gebracht und alle umgenutzten Räume wurden saniert. Die Schülerbibliothek wurde während der Arbeiten vorübergehend in einen Raumcontainer auf dem Schulhof untergebracht, der mittlerweile zurückgebaut worden ist. Auf dem Schulhof gibt es nun Platz für ein großes Spielgerät, an dem derzeit gearbeitet wird. Bereits angelegt wurde ein Fußballfeld, außerdem werden Holzeinfassungen, Sitzauflagen und der Basketballkorb saniert und neue Pflanzen gesetzt.

Nach dem Umbau stehen nun für die vierzügige Grundschule mit 16 bzw. 17 Unterrichtsräumen fünf Gruppenräume zur Verfügung. Außerdem wurde für die nun inklusive Schule ein Aufzug eingebaut, über den alle Geschosse der Schule vom Keller bis zum 1. Obergeschoss sowie die Räume im Turm erreichbar sind. Somit ist das gesamte Gebäude für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer barrierefrei erreichbar. Im Erdgeschoss ist ein vorhandenes WC in ein Behinderten-WC umgebaut worden, der in unmittelbarer Nähe neu entstandene Gruppenraum ist als Inklusionsraum ausgestattet worden.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist es zu Verzögerungen bei Bau und Abnahme gekommen. Die ursprünglich für Juli 2020 geplante Fertigstellung hat sich dadurch bis ins Frühjahr 2021 verzögert.