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Städtische Start-up-Programme sollen zusammengeführt werden

Braunschweig, 09.07.2021 | Referat Kommunikation

Die beiden städtischen Start-up-Förderprogramme MO.IN und W.IN der Braunschweig Zukunft GmbH sollen ab 2023 zusammengeführt werden. So will die Wirtschaftsförderung nach dem Auslaufen der Landesförderung für das MO.IN die Vorteile beider Programme in einem flexiblen Angebot kombinieren. Über dieses Vorhaben informierte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa jetzt den Wirtschaftsausschuss. 

Das Start-up-Zentrum Mobilität und Innovation (MO.IN) startete die Braunschweig Zukunft GmbH Anfang 2018 im Zuge der Start-up-Initiative des Landes Niedersachsen, nachdem sich die Wirtschaftsförderung erfolgreich mit ihrem Konzept für eines der landesweit inzwischen zehn geförderten Start-up-Zentren beworben hatte. Das MO.IN richtet sich an Gründerinnen und Gründer in der Frühphase der Gründung. Gemeinsam mit dem Entrepreneurship Hub und der iTUBS GmbH unterstützt die Wirtschaftsförderung sie bei der Ausgestaltung ihres Geschäftsmodells und begleitet sie auf dem Weg zu Gründung und Markteintritt. Eine erneute Verlängerung der Förderinitiative des Landes über 2022 hinaus ist aktuell nicht absehbar, weshalb die Braunschweig Zukunft GmbH das Konzept ab 2023 anpassen will. 

Die Beratungs- und Coaching-Leistungen des MO.IN für junge Gründungsteams sollen dabei erhalten bleiben. "Die Nachfrage von Start-ups nach dem MO.IN hat seit dem Start 2018 kontinuierlich zugenommen", so Leppa. Um die vier freien Plätze in der aktuell laufenden Betreuungsrunde hatten sich 13 Gründungsteams beworben. 

Das MO.IN soll dann unter einem Dach mit dem W.IN geführt werden, dem Accelerator für Wachstum und Innovation. Hier betreut die Wirtschaftsförderung seit 2019 Start-ups, die bereits ein marktreifes Angebot haben und in die Wachstumsphase eintreten wollen. Das in der Region Einzigartige am W.IN: Erfahrene Unternehmen aus Braunschweig und dem Umland bringen sich als Kooperationspartner aktiv ein. Für die Start-ups werden sie zu Mentoren und Sparringspartnern, die ihr unternehmerisches Know-how aus erster Hand mit ihnen teilen. Zudem beteiligen sie sich finanziell am W.IN. 

In dem nun geplanten Vorhaben sollen die wesentlichen Stärken beider Programme zusammengeführt werden. "Wir wollen ein flexibles und nachhaltiges Programm für Start-ups schaffen, das sowohl die Früh- als auch die Wachstumsphase abdeckt", so Leppa. Je nach Entwicklungsstand und Reifegrad sollen die Start-ups Kern- und Wahlbausteine belegen können. "Dieser Ansatz gewährt eine individuelle Begleitung der Gründungsteams", so Leppa. 

Die Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft aus Braunschweig und der Region soll zudem als wesentlicher Bestandteil im neuen Konzept erhalten bleiben. Geplant ist, acht bis zehn Start-ups pro Jahr zu fördern. 

Um das Vorhaben umsetzen und die Angebote von MO.IN und W.IN dauerhaft unter einem Dach etablieren zu können, muss die Wirtschaftsförderung den Wegfall der Landesförderung für das MO.IN mit Mitteln in Höhe von rund 88.000 Euro jährlich kompensieren. Dies soll durch Mehreinnahmen, Einsparungen und Umschichtungen sowie zusätzliche Mittel erreicht werden.