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Stellungnahme der Stadt zur Kritik des Steuerzahlerbundes

Braunschweig, 10.11.2021 | Referat Kommunikation

Zur veröffentlichten Kritik des Bundes der Steuerzahler an den City Trees (Mooswänden) teilt die Stadt Braunschweig mit: 

Die Stadt Braunschweig hält die Kritik für verfehlt. Unabhängig davon, dass zur Frage der Kritik an Förderanreizen der Bund als Fördergeber etwas sagen müsste, stellen wir fest: Es ging bei der Förderung der City Trees von Beginn an darum, Erkenntnisse über die Effektivität und Klimawirkung (Co2-Bindung) zu gewinnen. Deshalb wurde das Projekt in Abstimmung mit dem Bund auch wissenschaftlich (Technische Universität Braunschweig) begleitet. 

Ohne solche Projekte mit "Feldversuchscharakter", die im tatsächlichen Straßenraum die Wirkung über einen längeren Zeitraum erproben, kann es keine belastbaren Erkenntnisse geben und damit auch keine Erkenntnisse darüber, ob Verfahren sinnvollerweise großflächig in Zukunft angewendet werden sollten. Genau das herauszufinden war und ist das Ziel dieser konkreten Bundesförderung, denn es ging um das Sammeln von Erkenntnissen bezüglich des Themas Klimaschutz mit urbanem Grün. Unter Laborbedingungen hatten City Trees nämlich tatsächlich eine substanzielle Bindungswirkung von CO2. Dies in der Praxis zu testen war und ist Ziel des Projekts. 

80 Prozent der Kosten werden vom Bund gefördert. Der kommunale Eigenteil war also sehr gering. Die Mooswände sind übrigens Teil eines großen Förderpakets "Klimaschutz mit urbanem Grün", für das sich die Stadt 2017 erfolgreich beworben hat und das für Braunschweig ein Gesamtfördervolumen von knapp 2 Millionen Euro hat. Dies ist also eine von diversen Maßnahmen für urbanes Grün, die in Zusammenhang zu sehen sind. 

Richtig ist, dass der Start des Projekts in Braunschweig von technischen Schwierigkeiten begleitet war, die es erschwerten, eine substanzielle Bindungswirkung nachzuweisen. Die Stadt ist derzeit in Gesprächen mit dem Bund und dem Hersteller, ob die derzeit genutzten City-Trees gegen neue ausgetauscht werden, da die Technik inzwischen weiterentwickelt wurde. So lassen sich möglicherweise Nachweise über eine Bindungswirkung führen.