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Trockenheit: Gärten vor allem in den Morgen- und Abendstunden bewässern

Braunschweig, 29. Juli 2022 - Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

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Aufgrund der seit Monaten anhaltenden Dürre sind die Wasserstände in den Braunschweiger Fließgewässern auf einem extrem niedrigen Niveau angelangt. Dies gilt insbesondere für die Schunter und die Wabe - hier wurden sogar historische Tiefstände erreicht - ,aber auch für Oker und Mittelriede. Der Wasserstand der Oker wird zwar durch die Mindestabgaben der Okertalsperre im Harz gestützt, ist aber trotzdem zurückgegangen. Durch die Stauhaltung der Okerwehre im Stadtgebiet ist die äußerst geringe Wasserführung der Oker nicht so stark anhand des Wasserstands sichtbar, sondern vor allem durch geringe Strömung bemerkbar.

Auch die Grundwasserstände im Stadtgebiet sind aufgrund der vergangenen trockenen Jahre weiterhin auf niedrigem Niveau mit seit Monaten stark fallender Tendenz. Das ist auch problematisch für Bäume, da diesen in einer Situation von zu wenig Niederschlägen zusätzlich eine wichtige Wasser- und Lebensquelle entzogen wird. Sie haben jedoch eine wichtige Rolle für Stadtklima und Kühlung im Sommer. Daher wässert die Stadtverwaltung derzeit kontinuierlich, und hat auch Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe gebeten. Insbesondere Jungbäume müssen die Chance haben, sich zu entwickeln, ist diese Entwicklung einmal unterbrochen, besteht die Gefahr, dass sie absterben. Auch ältere Bäume sind durch zunehmende Hitzeperioden belastet und brauchen Bewässerung.

Wegen der geringen Niederschläge ist auch die Bodenfeuchte sehr niedrig. Mit einer zeitnahen Entspannung der Situation ist daher nicht zu rechnen.

Derzeit sind die Harztalsperren zwar mit etwa 60 Prozent noch gut gefüllt. Mit Blick auf die weitere Entwicklung sollte jedoch sparsam mit Wasser umgegangen werden, unabhängig ob dieses aus Gewässern, Gartenbrunnen oder der Trinkwasserleitung genommen wird. Gärten sollten daher grundsätzlich in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend gegossen werden, hier ist die Verdunstung am geringsten. Die Untere Wasserbehörde empfiehlt zudem, wenn überhaupt, Rasen sparsam zu bewässern. Trockener Rasen erholt sich anders als Bäume innerhalb von kurzer Zeit meist wieder, da Rasengräser gut an die aktuelle sommerliche Trockenheit angepasst sind. Es sollte auch künftig wegen der im Sommer weiter zunehmenden Extreme vermieden werden, Wasser aus Fließgewässern wie der Oker zu entnehmen.

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