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Verleihung des Krahe-Preises als Video-Streaming

Braunschweig, 27. Mai 2021 | Referat Kommunikation

© Klemens Ortmeyer

Die feierliche Verleihung des Peter Joseph Krahe-Preises, des Architekturpreises der Stadt Braunschweig, nahm Oberbürgermeister Ulrich Markurth am Dienstag, 1. Juni, als Online-Veranstaltung vor. Die eigentlich für den vergangenen November geplante Veranstaltung musste damals aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden.

Mit dem Peter Joseph Krahe-Preis würdigt die Stadt Braunschweig hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur, des Ingenieurbaues oder der Garten- und Landschaftsgestaltung.

1954 hatte der Rat der Stadt beschlossen diese Auszeichnung zu vergeben. Die Verleihung findet etwa alle fünf Jahre statt, in diesem Jahr zum 15. Mal.

Der Jury hatte aus insgesamt 36 Bewerbungen auszuwählen. Ihr gehörten neben Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer die Professoren Carsten Roth (Braunschweig) und Rolo Fütterer (Kaiserslautern) an sowie die Architektinnen Julia Hidde und Evelyn Wendt-Salmhofer, beide aus Braunschwieg, und die Ratsmitglieder Nicole Palm, Dr. Rainer Mühlnickel und Björn Hinrichs.

Es wurden drei Architekturprojekte mit dem Peter Joseph Krahe-Preis ausgezeichnet:

Als markant und bis ins Detail mit hoher Qualität gestaltet und deshalb als preiswürdig beurteilte die Jury das neue Kasino des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt auf deren Areal am Flughafen in Querum, welches die Architekten Lars Hidde und Andreas Timmermann entworfen haben.

Ebenso erhält den Preis das 20-geschossige Hochhaus von Stauth Architekten am Willy-Brandt-Platz. Dieses sei sehr schnell zu einem neuen selbstbewussten Bestandteil der Stadtsilhouette geworden und stehe als prägnantes Zeichen für die Wandlung des ehemaligen Postareals am Bahnhof zu einem modernen Dienstleistungszentrum der Stadt Braunschweig, urteilte die Jury.

Weiterer Preisträger ist der Neubau der stationären Wohnungslosenhilfe der Diakonie an der Münchenstraße von OttingerArchitekten. Dieses besteche, so die Jury, durch seine markante Zeichenhaftigkeit und die durchdachte, übersichtliche Gestaltung im Inneren.

Neben den drei Krahe-Preisen wurde auch ein aus mehreren Einzelprojekten bestehender Sonderpreis verliehen: 

Als besonders bemerkenswert beurteilte die Jury die Vielfalt an Projekten am Westbahnhof, die "in ihrer Gesamtheit die gelungene Revitalisierung des ehemaligen Bahngeländes ausmachen". Drei davon werden daher mit einem gemeinsamen Sonderpreis geehrt. Dieser geht an das Soziokulturelle Konzept aus Jugendplatz und Garten ohne Grenzen (WELPvonKLITZING Architekten), die Informationskuben des "Industrieforum Ringgleis" (Architekten Brederlau + Holik) und an den zu einer Kletterhalle umgebauten ehemaligen Flugzeughangar des Bauherrn und Designers Nils Könekamp. Außerdem wurden zwei Lobende Erwähnungen ausgesprochen für den zentralen Erweiterungsbau der Berufsbildenden Schule V an der Kastanienallee (WELPvonKLITZING Architekten) und den Umbau einer unter Denkmalschutz stehenden Reihenhauszeile am Klostergang in Riddagshausen (Architekt Bernd Grigull).

Zur Person: Peter Joseph Krahe

Peter Joseph Krahe (*1758 in Mannheim, †1840 in Braunschweig) war ein bedeutender Baumeister des Klassizismus und von 1803 bis 1837 in Braunschweig tätig. Die Umgestaltung der ehemaligen Stadtbefestigung zu den Wallringpromenaden, die noch heute das Stadtbild Braunschweigs entscheidend prägen, gilt als eine seiner bedeutendsten Leistungen.