Risiko von Infektionen verringern

Sie können durch vorsichtigen Umgang mit möglichen Infektionsquellen selbst sehr viel dazu beitragen, von Viren verschont zu bleiben.

Dazu hier einige wenige Grundregeln:

  • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Kontakten per E-Mail oder per Diskette!
    Diese Warnung gilt auch gegenüber guten Bekannten, die möglicherweise unwissentlich Überträger der Viren sind. - Über diese beiden Wege passieren die meisten Infektionen.
  • Den Inhalt von fremden CD/DVD's und Disketten sollten Sie grundsätzlich sofort überprüfen, nachdem Sie sie eingelegt haben. Kopieren Sie vorher nichts davon auf Ihre Platte! Starten Sie vorher nicht irgendein Programm.
  • Eine E-Mail sollten Sie grundsätzlich als möglichen Infektionsherd betrachten. Die Mail kann selbst Programme oder Scripts enthalten, die beim Öffnen der Mail gestartet werden können und Schaden anrichten können. Der heute wohl häufigste Infektionsweg ist jedoch das E-Mail-Attachment. Hier ein paar Verhaltenshinweise, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
  • Konfigurieren Sie Ihren E-Mail-Client so,
    dass er nicht automatisch Programme/Scripts ausführt, wenn Sie eine Mail öffnen. Mails werden häufig in HTML geschrieben (erkennbar z.B. an verschiedenen großen und farbigen Fonts). Darin können JavaScript- oder Basic-Programme versteckt sein, die schon beim Öffnen der Mail starten können. 

    Im Falle Outlook Express stellen Sie dazu unter Extras / Optionen / Sicherheit die "Zone für eingeschränkte Sites" ein. Sie werden dann immer gefragt, ob die in der Mail eingebauten Scripte gestartet werden sollen; Sie sollten immer NEIN antworten!
  • Ob Sie E-Mail-Attachments öffnen, ist immer eine Vertrauenssache. Je fremder der Absender, desto misstrauischer sollten Sie sein. Zu unterscheiden ist auch zwischen einfachen Dokumenten und Programmen. Vielfach kann man die Unterscheidung an der Dateinamenerweiterung treffen:

    • .eml deutet auf eine angehängte E-Mail hin.
      Kann gefahrlos geöffnet werden (erneuter Aufruf des E-Mail-Clients).

      .doc deutet auf ein Word-Dokument hin.
      Word-Dokumente sind durch darin enthaltene Macros ("Macro-Viren") die heute wohl mit Abstand häufigsten Infektionsherde. Speichern Sie ein Word-Dokument zunächst auf der Platte und öffnen Sie es mit einem "passiven" Editor (z.B. mit dem WORDPAD.EXE oder einem anderen ASCII-Editor). In deren Kontext werden evtl. enthaltene Word-Macros nicht ausgeführt.

      .exe, .com, .bat, .pif, .vbs, ... deuten auf Programme hin.
      Die sollten Sie zunächst auf der Platte speichern und nur dann starten (öffnen), wenn Sie deren Funktion genau kennen. Im Zweifel löschen Sie eine Mail lieber, als dass Sie sich infizieren. Oder Sie halten Rücksprache mit dem Absender, bevor Sie die Mail anrühren.
  • Wenn eine Virus-Datei auf Ihre Festplatte kopiert wurde, dürfen Sie sie auf keinen Fall öffnen (kein Doppelklick!).
    Bis hierher ist prinzipiell noch nichts passiert. Sie sind dann allerdings nur noch einen Doppelklick vom Abgrund entfernt:

    Solange Sie die befallene Datei nicht öffnen (und damit das dahinter lauernde Programm starten), können Sie (vorsichtig!) mit der Datei hantieren (verschieben, umbenennen, Eigenschaften ansehen, sie mit einem ASCII-Editor wie notepad.exe öffnen, ...). Wenn Sie die "On-Access-Überprüfung" laufen haben, meldet diese bei jeder derartigen Aktion einen erkannten Virus.