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Breitbandausbau in Braunschweig

Durch ein Markterkundungsverfahren, bei dem die Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzdienstleister (kurz TKU) der Stadtverwaltung ihre aktuellen Bandbreiten von Braunschweiger Wohnadressen sowie die Ausbauabsichten in den kommenden drei Jahren gemeldet haben, wurde deutlich, dass in den urbanen Gebieten Braunschweigs generell ein Kabelnetz zur Verfügung steht, das auch in den kommenden Jahren für Privathaushalte ausreichende Bandbreiten zu angemessenen Preisen bieten wird. 

Die Markterkundung hat auch gezeigt, dass die Braunschweiger Schulen öffentlicher und privater Träger gut versorgt sind. Im Stadtgebiet gibt es rund 120 Schulstandorte, die bis auf sehr wenige Ausnahmen an ein Glasfaser- oder ein gigabitfähiges Netz angebunden sind.  Sämtliche Klinikstandorte sind nach den Rückmeldungen der TKU bereits mit Glasfaser oder gigabitfähigen Leitungen erschlossen.

Durch das eigenwirtschaftliche Engagement der TKU, insbesondere von BS|ENERGY und der Deutschen Telekom, wird bis 2021 der größte Teil der Gewerbegebiete und Gewerbegebietsflächen mit Glasfaserleitungen versorgt sein.

Geförderter Breitbandausbau

© Braunschweig Zukunft GmbH

Mithilfe von Fördermitteln möchte die Stadt Braunschweig zusätzlich dort nachhelfen, wo aus wirtschaftlichen Gründen ein marktgetriebener Ausbau durch die TKU nicht erfolgt ist und nur niedrige Bandbreiten (weniger als 30 MBit/Sekunde) zur Verfügung stehen. Priorität hat der möglichst vollständige Ausbau in allen Gewerbegebieten, um mit zukunftsfähigen Internetanschlüssen die Wettbewerbsfähigkeit der Braunschweiger Unternehmen und des Wirtschaftsstandortes zu sichern. Auch gilt es, die wenigen noch unterversorgten Schulen an das Glasfasernetz anzubinden. Zudem werden Adressen mit hoher Nutzungsdichte wie Mehrfamilienhäuser, Bürokomplexe und entfernt gelegene Einzeladressen in den Fokus genommen. Aufgabe der Stadt ist es, sinnvolle Nutzungsszenarien zu identifizieren.

Auf Beschluss des Rates der Stadt Braunschweig hat die Verwaltung Förderanträge beim Projektträger ateneKOM GmbH des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt. Zudem wurden entsprechende städtische Haushaltsmittel für einen geförderten Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt. 

Basierend auf der Auswertung des Markterkundungsverfahrens hat das Wirtschaftsdezernat für rund 550 Adressen, davon 7 Schulstandorte, ca. 320 Gewerbegebiets- und 230 Wohnadressen, einen Förderantrag gestellt. Im September 2020 ging die vorläufige Bundesbewilligung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in Braunschweig in Höhe von bis zu 2,32 Millionen Euro ein. An den geschätzten Gesamtkosten für den Glasfaserausbau in den unterversorgten Gebieten in Höhe von 4,64 Millionen Euro beteiligen sich der Bund mit 50 und das Land Niedersachsen mit bis zu 25 Prozent. Die übrigen Kosten sind von der Stadt zu tragen. 

Die vorläufige Förderzusage ist ein bedeutender Meilenstein für den geförderten Glasfaserausbau im Braunschweiger Stadtgebiet. Die abschließende Höhe der Ausbaukosten wird auf dem wirtschaftlichsten Angebot einer in Vorbereitung befindlichen EU-weiten Ausschreibung basieren. Nach Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse können Einzelfallbetrachtungen mit konkreten Kosten zu Einzeladressen vorgenommen und wirtschaftlich darstellbare Festlegungen getroffen werden. Der anschließende Ausbau kann voraussichtlich ab 2021 erfolgen.  

Aktuell förderfähige Ausbaugebiete in Braunschweig

© Stadt BraunschweigGlasfaserausbau in Braunschweiger Gewerbegebieten und förderfähige Bereiche im gesamten Stadtgebiet

Informationen an die Ratsgremien der Stadt Braunschweig zum diesem Thema

Ausblick

Die Breitbandkoordinierung der Stabsstelle Wirtschaftsdezernat steht regelmäßig im engen Austausch mit BS|ENERGY, der Deutschen Telekom, der htp GmbH, Vodafone-Kabel Deutschland sowie weiteren Akteuren und wirkt auf eine kontinuierliche Steigerung des privatwirtschaftlichen Breitband-/Glasfaserausbaus hin. Dadurch konnte zuletzt erreicht werden, dass im Jahr 2021 weitere Stadtteile eigenwirtschaftlich mit Glasfaser erschlossen werden. 

Die Förderkulissen unterliegen einer dynamischen Entwicklung. Für weitergehende Förderprogramme seitens der Bundesregierung liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine rechtsverbindlichen Festlegungen/Richtlinien vor.

Kontaktadresse

Lars Wilmschen

Koordination Breitbandausbau

Stadt Braunschweig
Stabstelle Wirtschaftsdezernat

Anschrift

Münzstraße 2
38100 Braunschweig

Kontakt

Tel.: 0531 4702770
Fax: 0531 4703869