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Jüdische Künstler und das Bild des Ewigen Juden – Vom antijüdischen Stereotyp zur jüdischen Identifikationsfigur

 (Foto: Bet Tfila – Forschungsstelle)

Vortrag von Dr. Lea Weik, Braunschweigisches Landesmuseum Das Bild der christlichen Legendenfigur des Ewigen Juden Ahasver ist heute stark geprägt durch seine Verwendung in der antisemitischen Propaganda der Nationalsozialisten. Angesichtes dieser ideologischen Vereinnahmung scheint es kaum vorstellbar, dass sich jüdische Künstler mit der Figur beschäftigt haben. Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts machten zahlreiche deutsch-jüdische Autoren Ahasver zum Protagonisten ihrer Dichtungen und Romane. Seit dem späten 19. Jahrhundert setzten sich dann auch namhafte bildende Künstler jüdischer Herkunft in Deutschland und Osteuropa mit dem Ewigen Juden auseinander und schufen durch ihre Umdeutungen eine vielschichtige jüdische Identifikationsfigur. Dieser Entwicklung wird Dr. Lea Weik anhand zahlreicher Bildbeispiele nachgehen. Dr. Lea Weik ist Judaistin und Kunsthistorikerin. Nach ihrem Studium an der Freien Universität Berlin und am Trinity College Dublin absolvierte sie ein Volontariat im Jüdischen Museum Berlin. Anschließend arbeitete sie dort mehrere Jahre im Archiv und in der Bibliothek. Seit September 2018 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Braunschweigischen Landesmuseum für ein Kooperationsprojekt tätig, das sich mit der Entwicklung jüdischer Gemeinden in Deutschland seit der Schoa befasst. Veranstaltet vom Verein zur Förderung der Bet Tfila e. V. in Kooperation mit der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost e. V.

Informationen

Rubriken:
Vorträge, Wissenschaft
Ort:
TU Braunschweig Carolo Wilhelmina
Treffpunkt:
Hörsaal SN 19.3
Veranstalter:
Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa
Eintritt:
frei


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