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Gerstäcker und Braunschweig

Am 10. Mai 1816 in Hamburg geboren, zog Friedrich Gerstäcker nach dem Tod seines Vaters Karl Friedrich Gerstäcker im Jahr 1826 nach Braunschweig, wo er bei seinem Onkel, dem Schauspieler und späteren Intendanten des Braunschweiger Hoftheaters, Eduard Schütz, wohnte.

Ab 1837 unternahm Gerstäcker regelmäßig ausgedehnte Reisen in ferne Länder. So führte ihn seine erste Reise, die bis 1843 andauerte, von Kanada nach Arkansas, Mississippi, Missouri, Louisiana und Texas. Seine zweite große Reise führte ihn 1849-52 nach Südamerika, Kalifornien, in die Südsee, nach Australien und Java. Es folgten weitere Reisen nach Südamerika (1860-61), nach Afrika (1862) und erneut nach Nordamerika, Mexiko, Ecuador, zu den Westindischen Inseln und nach Venezuela (1867).

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Friedrich Gerstäcker wieder in Braunschweig und verstarb hier am 31. Mai 1872. Sein Grab befindet sich auf dem Dom- und Magnifriedhof an der Gerstäckerstraße.

Als herausragende literarische Werke von Friedrich Gerstäcker sind die „Streif- und Jagdzüge durch die Vereinigten Staaten Nord-Amerikas“ (1844 erschienen), „Die Regulatoren von Arkansas“ (1846) und „Die Flusspiraten des Mississippi“ (1847) hervorzuheben.

Der Nachlass von Friedrich Gerstäcker wird im Stadtarchiv Braunschweig aufbewahrt (G IX 23 Familien- und Firmenarchive).