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Bisher stärkste Woche im Advent

Aktuelle Frequenzzahlen der 4. Adventswoche

Braunschweig, 19. Dezember 2021

Die Woche vor dem vierten Advent beschert der Innenstadt mit knapp 640.000 Frequenzen den bisher höchsten Wochenwert in diesem Jahr. Weiterhin liegen die Zahlen aber deutlich unter dem Vorkrisenniveau mit rund einer Million Passantenbewegungen. Im Vorjahr waren die Geschäfte ab der Wochenmitte im Lockdown.

Im Vergleich der vier Adventswochen konnte die Innenstadt in der zurückliegenden Woche die bisher größte Wochensumme verzeichnen. Knapp 640.000 Bewegungen kamen von Montag bis Samstag in der Zeit der Geschäftsöffnung zwischen 10:00 und 20:00 Uhr zusammen. „Der Vergleich mit den Zahlen in 2019 zeigt aber, wie sehr die Innenstadt unter den aktuellen Bedingungen zu leiden hat: In den Jahren 2018 und 2019, also vor den drastischen Beschränkungen der Corona-Maßnahmen, lag die Zahl noch bei einer Million beziehungsweise 1,1 Million Bewegungen. Damit liegen wir momentan gut 42 Prozent unter dem Niveau von 2019“, ordnet Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Stadtmarketing GmbH die Werte ein. Der Vergleich zu 2020 ist dadurch gezeichnet, dass im Vorjahr von Mittwoch an auch der Handel vom Lockdown betroffen war. So weisen die Zahlen im letzten Jahr eine stärkere Frequenz am Montag und Dienstag auf, ab Mittwoch dann war die Frequenz aber komplett eingebrochen.

Im Einzelhandel liegen die Umsätze weiterhin erheblich unter dem alten Niveau. „Wir haben bis zum Weihnachtsfest nun noch fünf Tage für unsere Kundinnen und Kunden geöffnet. Die Frequenz in der letzten Woche zeigt eine stabile Entwicklung, sodass ich auch in den kommenden Tagen mit guter Nachfrage rechne“, so Olaf Jaeschke, Vorsitzender des Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. (AAI). „Die Nackenschläge, die wir durch die ständigen Änderungen der Verordnungen durch das Land erfahren, sind allerdings alles andere als hilfreich. Die glücklicherweise sinkenden Inzidenzen sprechen doch dafür, dass das Weihnachtsgeschäft mit den Hygienekonzepten der Betriebe funktioniert.“ Sein Vorstandskollege Mirko Rüsing ergänzt: „Wir werden natürlich weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden da sein, wir haben die Ware hier vor Ort und sie liegt garantiert pünktlich unter dem Weihnachtsbaum. Und neben der Beratung zu den Produkten leisten wir weiterhin auch die zu den abermals geänderten Regelungen des Landes.“ AAI, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung hatten für die kurzfristig angekündigte 2G-Regelung mit wenigen Tagen Vorlauf eine Bändchenlösung aus dem Boden gestampft. „Die angeschafften Bändchen im Wert von über 10.000 Euro werden jetzt erst einmal ins Lager wandern“, so Leppa weiter. Am Samstag kündigte die Landesregierung erneut Einschränkungen für den Handel an, nachdem sie zuvor mit der erst vor kurzem verkündeten 2G-Regelung vor dem Oberverwaltungsgericht unterlegen war. Die neue Verordnung soll am Montag verkündet werden.

Auf dem Weihnachtsmarkt war die Entwicklung entsprechend. „Der Zuspruch war im Rahmen der strengen Auflagen in Ordnung. Dass auf dem Markt weiterhin 2Gplus gilt und man eine FFP2-Maske tragen muss, verstehen die wenigsten Besucher. Der Informationsbedarf ist immens“, schätzt Stefan Franz, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, die Lage seiner Branche ein. „Wir müssen nun am 23. Dezember schließen, bis dahin laden wir sehr herzlich zum Besuch ein.“

Laserbasierte Frequenzmessung
Seit Ende September 2016 erfasst das Stadtmarketing, unterstützt durch den Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. und die Schloss-Arkaden, die Frequenzen in der Innenstadt an sechs Standorten digital: Damm, Hutfiltern, Langer Hof, Schuhstraße, Poststraße und Sack. Seit Ende März 2019 ergänzt ein Lasergerät in der Neuen Straße die Messungen und seit Mitte Juni 2021 ein weiteres in der Friedrich-Wilhelm-Straße. Letzteres fließt in die diesjährige Auswertung aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit nicht ein. Für die Erfassung nutzt das Stadtmarketing die Technik der LASE PeCo Systemtechnik GmbH. Mit der lasergesteuerten Technik lassen sich rund um die Uhr nahezu echtzeitbasierte Daten erfassen. Dabei werden Besucherinnen und Besucher, die mehrere Messpunkte passieren, mehrfach gezählt, sodass der Frequenzbegriff nicht mit der Besucheranzahl gleichzusetzen ist. Die Technik ist gesundheitlich unschädlich und da das Messverfahren keine personenbezogenen Daten erhebt, ist sie auch datenschutzrechtlich unbedenklich. Seit April 2019 sind die Messdaten öffentlich einsehbar unter www.hystreet.com.

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