Blindgängerverdacht nordöstlich von Leiferde: Evakuierung am 16. Oktober

Braunschweig, 17. September 2026 - Referat Kommunikation

Entschärfte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg

Aktualisierung 16.10.2026:

Ein auf freier Fläche zwischen den Braunschweiger Stadtteilen Stöckheim und Leiferde gefundener Blindgänger ist heute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen entschärft worden. Bewohnerinnen und Bewohner des Evakuierungsbereichs können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Bei dem entschärften Objekt handelte sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Gewicht von 250 Kilogramm.

Der Sprengkörper war bei Kampfmittelsondierungen lokalisiert worden, wie sie in allen niedersächsischen Kommunen stattfinden. Um ihn freilegen und abschließend klären zu können, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt und diesen unmittelbar danach gefahrlos zu entschärfen, wurde im Vorfeld ein Evakuierungsbereich mit einem Radius von etwa einem Kilometer um die Fundstelle festgelegt und kommuniziert, der Teile von Stöckheim, Leiferde und Rüningen umfasste und in dem etwa 4.200 Menschen gemeldet sind.

Diese mussten daher heute Vormittag ihre Wohnungen verlassen. Knapp 50 Menschen sowie drei Hunde fanden sich in der Sammelstelle ein, die in der Grund- und Hauptschule Rüningen eingerichtet worden war. Dorthin verkehrte am Vormittag ein Shuttlebus der Braunschweiger Verkehrs-GmbH. Aufgrund der Entschärfung kam es in den genannten Stadtteilen zu Straßensperrungen sowie Einschränkungen im Stadtbahn- Bus und Bahnverkehr.

Vor der Entschärfung hatten Polizei und Feuerwehr Wohnungen und Häuser im Evakuierungsbereich überprüft, um sicherzugehen, dass keine Bewohnerinnen und Bewohner sich dort mehr aufhielten. Insgesamt waren mehr als 300 Mitglieder von Feuerwehr, Polizei, Hilfsdiensten und anderen Organisationen im Einsatz.

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Live Update:

13:28 Uhr - Blindgänger gefahrlos entschärft | Evakuierung im Süden Braunschweigs beendet. Die Anwohnerinnen und Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren

11:40 Uhr - Sprengmeister beginnt seine Arbeit

11:30 Uhr - Kontrolle der Evakuierung abgeschlossen

10:20 Uhr - Kontrolle der Evakuierung läuft noch

08:30 Uhr - Einsatzkräfte kontollieren die betroffenen Gebiete, um sicherzustellen, dass die Evakuierung vollständig erfolgt ist.

08:00 Uhr - Sperrbereich geschlossen

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Shuttleservice am Freitag 
Ab 8.00 Uhr fährt ein Shuttlebus der BSVG von Stöckheim über Leiferde zur Sammelunterkunft, der Grund- und Hauptschule Rüningen, gemäß anliegender Strecke.  Die Busse fahren alle 7,5 Minuten, bis das Gebiet geräumt ist. Nach Entschärfung führt der Rücktransport über den gleichen Linienweg zurück.

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Bei Sondierungsarbeiten hat sich nordöstlich von Leiferde ein Verdachtspunkt für einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Um die mehrere Meter tief im Erdreich liegende mutmaßliche Fliegerbombe freilegen und entschärfen zu können, müssen am Freitag, 16. Oktober, alle etwa 4200 Bewohnerinnen und Bewohner im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort bis 8 Uhr ihre Häuser verlassen. Der Evakuierungsbereich erstreckt sich überwiegend über die Stadtteile Leiferde und Stöckheim sowie einzelne Grundstücke im Süden von Rüningen. Eine Allgemeinverfügung wird derzeit erstellt. 

Der Fundort in Leiferde liegt nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen oder bewohnten Grundstücken. Es besteht keine Gefahr, solange der Blindgänger nicht unkontrolliert freigelegt wird. 

Gesperrt werden am 16. Oktober ab 8 Uhr folgende größere Straßen: Leipziger Straße, Rüninger Weg, Schenkendamm. Die Thiedestraße zwischen Rüningen und Leiferde ist nicht betroffen und für den Verkehr freigegeben. Der Zugverkehr wird im Laufe des Vormittags unterbrochen, die genauen Festlegungen trifft der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Einsatztag abhängig vom Fortschritt der Evakuierungsmaßnahmen und Erdarbeiten. Für den betroffenen Bereich wird für die Dauer der Maßnahme ein Flugverbot eingerichtet. Dieses gilt ausdrücklich auch für Drohnen und andere unbemannte Luftfahrtsysteme. Mit erfolgreicher Entschärfung werden alle Sperrungen aufgehoben. 

Als Ausweichquartier steht ab 8 Uhr die Aula in der Grund- und Hauptschule Rüningen, Thiedestraße 24a, zur Verfügung. Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH richtet einen kostenlosen Buspendelverkehr dorthin ein. Die konkreten Fahrwege dazu werden in Kürze veröffentlicht.  Bedient werden die vorhandenen Haltestellen am Fahrbahnrand von Bussen mit der Anzeige "Evakuierung". Im Laufe des Vormittags wird der sonst übliche Bus- und Straßenbahnverkehr durch das betroffene Gebiet eingeschränkt. Aus durchfahrenden Bussen und Bahnen kann dann in diesem Gebiet nicht mehr ausgestiegen werden. Die BSVG informiert gesondert zu den Auswirkungen auf den Bus- und Stadtbahnverkehr. 

Wer Hilfe beim Verlassen der Wohnung oder einen Krankentransport benötigt, kann sich ab sofort an die Feuerwehr Braunschweig unter der Telefonnummer 0531/19222 wenden. Unter der Telefonnummer 0531/470-1 steht das Bürgertelefon für allgemeine Informationen gern zur Verfügung. 

Feuerwehr, Polizei und zentraler Ordnungsdienst werden bis 10:30 Uhr am Einsatztag die evakuierten Straßenzüge überprüfen, damit sich keine Menschen mehr im Evakuierungsgebiet aufhalten. 

Zur Erläuterung: Die Stadt führt – wie alle Städte in Niedersachsen – systematisch Kampfmittelsondierungen durch. Dabei werden Verdachtspunkte festgestellt und überprüft. Ob es sich dabei tatsächlich um Blindgänger handelt, kann nur geklärt werden, wenn das Objekt freigelegt wird. Stellt sich dann heraus, dass es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt, muss dieser sofort entschärft werden, da Explosionsgefahr bestehen kann. Deshalb ist es nötig, die Aufgrabung des Verdachtspunkts immer schon mit einer Evakuierung zu verbinden.

© Stadt Braunschweig

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