Top 10: Sehenswürdigkeiten
In der Stadt Heinrichs des Löwen trifft man überall auf Zeugen ihrer tausendjährigen Geschichte. Historische Gebäude, authentische Ensembles und einladende Plätze erzählen von der Entwicklung Braunschweigs vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Gehen Sie auf einen Streifzug und entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten der Löwenstadt.
1. Burgplatz
Der Burgplatz ist das Herz der Stadt. Zwischen dem Dom St. Blasii, dem Vieweghaus mit dem Braunschweigischen Landesmuseum (Öffnet in einem neuen Tab) und der Burg Dankwarderode thront hier der Braunschweiger Löwe und wacht über seine Stadt. Den ursprünglichen Löwen ließ Herzog Heinrich der Löwe zwischen 1164 und 1181 aufstellen. Heute ist er im Herzog Anton Ulrich-Museum (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden und lässt sich auf dem Burgplatz von einer Kopie vertreten.
Rund um den Löwen finden das ganze Jahr über auch zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter das Burgplatz Open Air im Spätsommer und der traditionsreiche Braunschweiger Weihnachtsmarkt.
2. Dom St. Blasii
Nicht nur auf dem Burgplatz, sondern auch im Dom können Sie in Braunschweig einen Löwen treffen: Unter der beeindruckenden romanischen Architektur des Kirchenschiffs ruht Heinrich der Löwen gemeinsam mit seiner Frau Mathilde von England in der herzoglichen Gruft. Der bekannte Braunschweiger Herzog ließ den Dom zwischen 1173 und 1226 erbauen.
Neben der Krypta beherbergt der Dom St. Blasii weitere Schätze der Romanik, darunter das Imervardkreuz, einen siebenarmigen Leuchter aus Bronze und den Marienaltar. Entdecken Sie den Dom (Öffnet in einem neuen Tab) bei einer Führung oder besuchen Sie eine der zahlreichen Veranstaltungen, die durch das ganze Jahr begleiten.
3. Burg Dankwarderode
Herzogliche Residenz im Herzen der Stadt: Zischen 1160 und 1175 ließ Heinrich der Löwe die Burg Dankwarderode nach dem Vorbild der Kaiserpfalzen erbauen. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Aussehen der Burg stark, unter anderem aufgrund eines Brandes. Stadtbaurat und Architekt Ludwig Winter veranlasste daher zwischen 1887 und 1906 eine Neuerrichtung im neuromanischen Stil. Der ehemalige Grundriss wurde beibehalten. Besonderes Highlight ist heute der prunkvolle Rittersaal im Obergeschoss.
Die Burg Dankwarderode ist für Besucherinnen und Besucher bis auf Weiteres geschlossen.
4. Residenzschloss mit Quadriga
Wo früher Welfenherzöge lebten, finden Sie heute kulturelle Einrichtungen der Stadt, darunter die städtischen Bibliotheken, das Stadtarchiv, das Kulturinstitut sowie das Schlossmuseum (Öffnet in einem neuen Tab). Und auch wenn es sich beim Residenzschloss um einen Nachbau aus dem Jahre 2006 handelt, lassen sich in der Fassade mehr als 600 Originalteile des ehemaligen Schlosses entdecken.
Hätten Sie gewusst, dass hier auch die europaweit größte Quadriga mit Wagenlenkerin steht? Vom Dach des Schlosses aus wacht Schutzpatronin Brunonia über ihre Stadt. Insgesamt ist sie rund neun Meter hoch. Über eine Aussichtsplattform können Sie Brunonia sogar persönlich besuchen.
5. Altstadtmarkt
Einst das wirtschaftliche Zentrum der Stadt, heute ein beliebter Sightseeing-Ort: Am Altstadtmarkt erwarten Sie mit der Martinikirche, dem Altstadtrathaus und dem Gewandhaus prachtvolle Gebäude, die unter anderem von Braunschweigs Zeit als Hansestadt zeugen. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass an der Wand des Altstadtrathauses das historische Handelsmaß – die Braunschweiger Elle – eingelassen ist? Weitere Infos zur Stadtgeschichte bekommen Sie in der Ausstellung des Städtischen Museums (Öffnet in einem neuen Tab), im Inneren des Rathauses.
Neben seiner Architektur lockt der Altstadtmarkt heute insbesondere mit dem traditionellen Wochenmarkt, der seine Kundinnen und Kunden immer mittwochs und samstags zum gemütlichen Bummeln einlädt. Und nicht nur das: Der Marienbrunnen in der Mitte des Marktplatzes bietet insbesondere im Sommer eine beliebte Erfrischung.
6. Rathaus auf dem Platz der Deutschen Einheit
Eindrucksvoll überragt der Rathausturm mit seinen 61 Metern Höhe die Dächer der Stadt. Besonders auffällig: Die neogotische Architektur – ein Werk des Architekten und Stadtbaurats Ludwig Winter – und die vier Figuren an den Fenstern über dem Eingangsbereich.
Sie haben Lust, die 161 Stufen zur Spitze des Rathauses zu erklimmen? Auf Nachfrage beim Pförtner können Sie den Turm in einer Gruppe von mindestens zwei Personen besichtigen und von oben eine der besten Aussichten über die Stadt genießen.
7. Magniviertel
Lust auf einen Spaziergang durch eines der ältesten erhaltenen Viertel der Stadt? Im Magniviertel reihen sich in charmanten Fachwerkhäusern kleine Geschäfte und gemütliche Cafés aneinander. Perfekt zum Bummeln, Stöbern und Entspannen.
Besondere Hingucker sind die Magnikirche, deren Weihurkunde aus dem Jahr 1031 als älteste Erwähnung der Stadt gilt, der Ackerhof 2, das älteste datierbare Fachwerkhaus Braunschweigs aus dem Jahre 1432, und das Happy Rizzi House, das Pop-Art ins historische Viertel bringt. James Rizzis freche Grimassen, skurrile Formen und unzählige Herzen an der Fassade sind weltweit einzigartig.
8. Schloss Richmond
Bei einer Tour durch einen der ältesten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas kommen Sie unter anderem am herrschaftlichen Schloss Richmond vorbei. Wie es wohl wäre, dort zu wohnen? Das spätbarocke Schloss mit der gleichnamigen Parkanlage wurde von 1768 bis 1769 für die englische Prinzessin Augusta und Herzog Carl Wilhelm Ferdinands erbaut. Sein Außenbereich ist rund vier Hektar groß und an klassische Landschaftsgemälde angelehnt. Er bietet malerische Blickachsen auf den Spielmannsteich und den später hinzugefügten Rundtempel. Übrigens: Ihre Namen haben das eindrucksvolle Gebäude und der Park von der Heimat der Prinzessin, Richmond upon Thames bei London.
Sie möchten sich selbst einmal ins 18. Jahrhundert zurückträumen? Dann besichtigen Sie das Schloss bei einer öffentlichen Führung (Öffnet in einem neuen Tab) oder eine privaten Gruppenführung (Öffnet in einem neuen Tab).
9. Die Oker
Grüne Parks auf der einen, Gründerzeitvillen auf der anderen Seite. Und dazwischen? Lebendiges Treiben. Ob mit dem Kanu, Tretboot, SUP oder Floß: Auf der Oker ist einiges los. Vom Wasser aus präsentiert sich Braunschweig aus einer ganz besonderen Perspektive. Fahren Sie auf eigene Faust los und erkunden Sie die vielfältige Architektur am Flussufer. Wer lieber ausspannen möchte, lässt sich mit Sonne im Gesicht einfach treiben.
Wussten Sie, dass die Oker ursprünglich ein Teil der Stadtbefestigung war? Noch heute umschließt sie die Innenstadt auf 7,8 Kilometern Länge wie ein Ring. Die grünen Ufer sind Teil des Wallrings, einer ehemaligen Befestigungsanlage. Mehr Geschichten aus der Vergangenheit Braunschweigs erfahren Sie auf geführten Floßtouren (Öffnet in einem neuen Tab). Die Saison geht von Frühling bis Herbst.
10. Riddagshausen
Wir schreiben das Jahr 1216 nach Christus. Stein für Stein entsteht die Klosterkirche St. Mariae der Zisterziensermönche in Riddagshausen. Umgeben von historischen Gebäuden und jeder menge Natur fühlt sich ein Besuch in Riddagshausen wie eine Zeitreise an. Die Klosterkirche ist eines der ältesten gotischen Bauwerke Deutschlands und gemeinsam mit ihrem weitläufigen Klostergarten immer einen Besuch wert.
Noch mehr Natur gibt es im angrenzenden Naturschutzgebiet. Hier leben auf einer Fläche von 526 Hektar unzählige teils seltene Tier- und Pflanzenarten. Bei einem Spaziergang begegnen Ihnen Stockenten, Blässhühner, Eisvögel, Habichte und mit etwas Glück sogar Weißstörche. Die zahlreichen Teiche stammen ebenfalls aus der Zeit der Zisterziensermönche, die sie im 12. und 13. Jahrhundert für die Fischzucht anlegten. Heute sind sie ein beliebtes Zeil für Erholungssuchende sowie Entdeckerinnen und Entdecker.
