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Gut Steinhof

Vom Wirtschaftshof zum Rieselgut

Karte des Ensembles
1 Herrenhaus
2 Betriebsgebäude
3 Durchfahrtsscheune
4 Rinderstall
5 Speicherhaus
6 Tagelöhnerhäuser
7 Fachwerkbau für Ställe
8 Arbeiterkaserne

Die heutige großflächige Gutsanlage hat ihren Ursprung in einem Wirtschaftshof, der 1326 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als er durch eine Schenkung Otto des Milden an das Kreuzkloster zu Braunschweig kam. Im Zuge der Reformation erhielt die Stadt Braunschweig 1523 die Oberhoheit über „Steinhof“. Seit dem 18. Jahrhundert unterstand das Gut der Herzoglichen Cammer, die es verpachtete. Der Hof änderte mehrfach seinen Standort zwischen Straße und Oker.

1789 baute der Herzogliche Cammerbaumeister Martin Carl Jacob Fricke für den Gutspächter Wippermann das Herrenhaus (1), einen zweigeschossigen, heute vollständig verkleideten Fachwerkbau. Nachfolgend kamen die ersten Betriebsgebäude (2) hinzu. Nach Plänen Frickes entstand 1838 die Durchfahrtsscheune (3) in Fachwerk. 1863 wurde im Süden der Rinderstall (4), ein massiver Ziegelbau, nach Plänen von Hilzinger erstellt. Der östliche Teil dieses Baues umfasst einen viel älteren Tuffsteinbau bisher unbekannten Ursprungs und Alters. Als Abschluss des ursprünglichen Hofes errichtete Kreisbauinspektor Wilhelm Krahe 1888 das Speicherhaus (5).

Ab 1893 nutzte die Stadt Braunschweig Teile des Gutes zur Verrieselung der Abwässer. In den darauf folgenden Jahren entstanden die Tagelöhnerhäuser (6), ein Fachwerkbau für Ställe (7) und die Arbeiterkaserne (8). 1984 gründete sich der Förderkreis Gut Steinhof, der Teile des Geländes und der Gebäude pachtete, um sie zu pflegen und das „Landtechnik-Museum“ Braunschweig Gut Steinhof zu betreiben.

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