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Kaiser-Wilhelm-Straße, heute Jasperallee

Eine bürgerliche Prachtstraße der Kaiserzeit

Karte des Ensembles
1 Okerbrücke
2 St. Paulikirche
3 Erhaltene historische Bauten

Die Jasperallee, Hauptachse und städtebaulicher Höhepunkt im östlichen Ringgebiet, ist unter ihrem ursprünglichen Namen „Kaiser-Wilhelm-Straße“ bereits in dem 1889 von Stadtbaurat Ludwig Winter aufgestellten Ortsbauplan eingetragen. Sie ist eine geradlinig verlaufende Straße zwischen dem Staatstheater im Westen und dem Stadtpark im Osten. Den architektonischen Auftakt bildet die 1890 fertiggestellte Okerbrücke (1), die den Prachtboulevard über den Steinweg an den Stadtkern anbindet. Der beidseitig von dreigeschossigen Wohnbauten gesäumte Straßenzug wurde mit zwei Fahrtrassen, Reitwegen, Bürgersteigen und einer in der Mitte verlaufenden Allee ausgestattet, womit er auch heute noch die großzügigste Wohnstraße der Stadt ist. Vorbild waren die gleichzeitigen Berliner Boulevardplanungen. Entsprechend der großzügigen Gestaltung der Straße sollte auch die Wohnarchitektur von hohem Niveau sein. So entstanden sehr individuelle Wohn-bauten, die als Etagenwohnungen oder Einfamilien-Reihenhäuser von herrschaftlichem Zuschnitt im Inneren und repräsentativem Erscheinungsbild im Äußeren gekennzeichnet sind. 1901/02 wurde die evangelische St. Paulikirche (2) unter der Leitung von Ludwig Winter an der Kaiser-Wilhelm-Straße errichtet.

Durch die Kriegsschäden ist die einstige stilistische Geschlossenheit der Bebauung heute nur noch in einigen Bereichen zu sehen (3).

Stadtplan

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