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Stiddien

Kleinstes Dorf von Braunschweig

Karte des Ensembles
1 Erhaltene Bauernhäuser
2 Kirche Stiddien
3 Ehemalige Schule

Stiddien wird erstmals 1172 in den Annalen des Klosters Steterburg als „Stidegem“ erwähnt (aus den altniederdeutschen Wörtern „stidi“, Stätte, und „hem“, Siedlung, Dorf; 1187 „Stedehem“, 1394 „Stiddien“).

Stiddien hatte früher feuchte Moorwiesen, so dass sogar Torf gestochen werden konnte. Stiddien war ein landwirtschaftlich geprägtes Haufendorf. Seit dem 14. Jahrhundert war die Pflugkultur mit Anbau von Getreide und Flachs neben der Weidewirtschaft der Eckpfeiler der Landwirtschaft. Bis zum 18. Jahrhundert dominierte die Feldgraswirtschaft und später die Dreifelderwirtschaft.

Der Ort ist seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert nur noch unwesentlich gewachsen, er ist mit Abstand das kleinste Dorf in Braunschweig.

Das heutige Bild des Dorfes wird noch von bäuerlicher Architektur (1) geprägt. Die Kirche (2) Stiddiens wird erstmals 1220 erwähnt. Nach einer Erweiterung noch vor der Reformation wurden 1715 die Korbbogenfenster und die barocke Kanzelaltarwand eingefügt, seit der Zeit ist der Innenraum nur wenig verändert worden. Gegenüber der Kirche liegt die 1849 erbaute ehemalige Schule (3).

Stiddien gehörte bis zu seiner Eingemeindung in die Stadt Braunschweig 1974 zum Landkreis Wolfenbüttel.

Stadtplan