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Timmerlah

Altes Stadtranddorf vor der Landwehr

Karte des Ensembles
1 Alter Ortskern
2 Kirche Timmerlah

Timmerlah wird erstmals im frühen 9. Jahrhundert als „Dinbarloha“ urkundlich erwähnt. Der Ortsname lässt sich aus den altniederdeutschen Wörtern „timbar“ (Bauholz) oder „timber“ (dunkel, schattig) und „lâh“ (Gehölz, Wald) erklären. Die vermutlich während der älteren Rodungsperiode im 7./8. Jahrhundert entstandene Siedlung entwickelte sich durch den Zuzug von Kotsassen und Brinksitzern vom Einwegedorf zu einer haufenförmigen Ansiedlung. Aufgrund seiner Lage am Rande, aber außerhalb der Braunschweiger Landwehr war Timmerlah mehrfach kriegerischen Zerstörungen ausgesetzt. Im 17. und 18. Jahrhundert verlor der Ort durch häufige Brände den größten Teil seiner älteren Häuser. Bauliche Veränderungen in den 1950er und 1960er Jahren führten zum beinahe vollständigen Verlust des dörflichen Charakters. Die zum alten Dorfteil (1) gehörenden mitteldeutschen Dreiseithöfe wurden stark modernisiert. Die Wirtschaftsbauten werden heute nicht mehr landwirtschaftlich genutzt.

Das einzige Baudenkmal des 1974 nach Braunschweig eingemeindeten Ortes ist die Kirche (2), ein einschiffiger neuromanischer Ziegelbau auf einem Quadersockel aus dem Jahre 1871. Der älteste Teil der Kirche ist der massige Westturm, dessen Substanz teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammt. Im Jahre 1799 erhielt der Turm seine für unsere Region einmalige zwiebelförmige Haube.

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