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Wollmarkt - Alte Waage

Die alte Neustadt

(1) St. Andreas, (2) Liberei, (3) Alte Waage, (4) Neustadtmühle, (5) Stadtmauerrest, (6) Renaissanceportal© Stadt Braunschweig; Abteilung Geoinformation

Das straßenförmige Platzgefüge Wollmarkt-Alte Waage mit der Andreaskirche (1) bildet das Zentrum der Neustadt, eines der fünf Weichbilder der mittelalterlichen Gruppenstadt. Nach Westen gingen ursprünglich drei Straßen ab, die am Radeklint zusammenliefen (Dreistrahl). Die mittlere dieser Straßen, die Weberstraße, zielt genau auf die mächtige Turmfront der Kirche.

Die in dieser Form planmäßig angelegte Neustadt wurde Ende des 12. Jahrhunderts mit der Altstadt und dem Hagen durch eine gemeinsame Wehrmauer zusammengefasst.

Die östliche Begrenzung von Wollmarkt-Alte Waage weitet sich zur Mitte hin deutlich auf. Im Scheitel dieses Bogens springt der Kirchenbau kräftig vor und gliedert den Raum. An den Schmalseiten schloss die Bebauung die Räume und schuf zugleich Übergänge zur Stadtbefestigung im Norden und zur Altstadt im Süden (heute verändert). Das freistehende Waaghaus der Neustadt war mit der Kirche und der sie umgebenden Fachwerkbebauung das Sinnbild für das »alte« Braunschweig.

Nach der Zerstörung der Neustadt im Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau an Wollmarkt-Alte Waage in schlichten Formen, nördlich der Kirche z.T. im alten Maßstab. Der Nachbau des Waaghauses (3) wurde 1994 eingeweiht.

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