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Kemenate Hagenbrücke

Illustration des Objektes

Die Kemenate stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist ein zweigeschossiger Steinbau auf ungefähr quadratischem Grundriss. Das heute freistehende Bruchsteingebäude befand sich vor den Kriegszerstörungen im Hofbereich eines traufständigen Fachwerkhauses und war von der Hagenbrücke nicht sichtbar.

Die Türöffnungen zum ursprünglich zugehörigen Vorderhaus, das als Giebelhaus zu rekonstruieren ist, sind in der straßenseitigen Front noch erhalten.

Kemenaten oder Steinwerke sind in Braunschweig und zahlreichen anderen norddeutschen Städten mittelalterliche Steinbauten, die in der Regel in Verbindung mit Vorder- oder Nebengebäuden aus Fachwerk errichtet wurden. Sie dienten in den durch Feuer gefährdeten mittelalterlichen Städten vermutlich sowohl zu Wohnzwecken als auch zur Aufbewahrung kostbarer Güter.

Von den in Braunschweig ehemals über 120 Kemenaten sind im heutigen Bestand nur noch wenige Exemplare überkommen.

Die unmittelbare Lage der Kemenate an der Fahrbahn zeigt die starke Aufweitung der Hagenbrücke im Zuge des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. Die östlich anschließende Einfriedung aus Bruchstein gehört nicht zum historischen Bestand.

Die Kemenate wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, für ihren Erhalt und Wiederaufbau hat sich in der Nachkriegszeit Dr. Dieter Buck engagiert eingesetzt.

Abb.: Kemenate mit Fachwerk-Vorderhaus, ursprünglicher Zustand

Hagenbrücke 5

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