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Carl Theodor Ottmer

geb. 19.01.1800 • gest. 22.08.1843

Der in Braunschweig geborene Architekt Carl Theodor Ottmer begann 1816 seine Studien am Collegium Carolinum, der Vorgängerinstitution der heutigen Technischen Universität Braunschweig, und absolvierte anschließend seine Ausbildung bei Peter Joseph Krahe (1758-1840), dem damaligen Leiter der herzoglichen Baudeputation. Nach seinem Studium an der Berliner Bauakademie wurde Ottmer 1824 zum Hofbaumeister in seiner Heimatstadt ernannt, führte aber auch Aufträge außerhalb des Herzogtums Braunschweig aus. So erlangte er unter anderem durch den Bau der Berliner Singakademie und mehrere Theaterbauprojekte überregionale Anerkennung. Nach einem Italienaufenthalt kehrte er 1829 nach Braunschweig zurück, wo er zunächst das Amt des Baurates und ab 1841 die Position des Hofbaurates bekleidete.

Carl Theodor Ottmer wirkte zudem seit 1841 als Architekturlehrer am Collegium Carolinum, wo er unter anderem eine Dozentur für „Ästhetik der Baukunst“ innehatte.

Zu den bekanntesten Bauten Ottmers in Braunschweig gehören das Braunschweiger Residenzschloss (1830-1838), Neu-Richmond (1833/1838; 1906 Abbruch von Villa und Williamscastle wegen Baufälligkeit), Verwaltungs- und Kasernenbauten, die Kirche St. Jürgen in Ölper (1840) sowie der Entwurf für ein Braunschweiger Hoftheater. Heute befindet sich in dem von hier aus sichtbaren ehemaligen Hauptgebäude des zweiten Braunschweiger Bahnhofs (sog. „Alter Bahnhof“, 1843-1845), für das Ottmer noch die Pläne fertigen konnte, der Sitz der Braunschweigischen Landessparkasse. Neben den genannten Bauwerken entwarf Ottmer eine Vielzahl von Villen in Braunschweig und Umgebung.

Die Architektur Ottmers setzte durch die Vereinigung von unterschiedlichen Baustilen am Ende des Klassizismus eigene Akzente. Ottmer zählte zu den international anerkannten Architekten des 19. Jahrhunderts.

Für die Förderung der Tafelrealisierung im Stadtraum danken die Projektpartner der Braunschweigischen Landessparkasse.

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