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83 Prozent der Braunschweiger Schülerschaft hat Zugang zum Gigabit-Internet

Braunschweig, 28. November 2022 - Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Der Ausbau der Digitalisierung an Schulen ist dank des Medienentwicklungsplans der Stadt Braunschweig und der Unterstützung aus dem Digitalpakt seit 2019 deutlich vorangekommen. So haben 83 Prozent der Schülerinnen und Schüler im November 2022 Zugang zum Internet über das städtische Glasfasernetz, berichtet die Stadtverwaltung dem Schulausschuss im aktuellen Sachstandsbericht zum Thema. Beim vorhergehenden Bericht im Februar waren es noch 63 Prozent gewesen, Anfang 2019 waren es 20 Prozent. Ebenfalls deutlich verbessert wurde die Ausstattung der Unterrichtsräume mit WLAN-Access-Points und mit digitalen Präsentationsflächen.

Seit 2019 sind im Rahmen des aktuellen Medienentwicklungsplans der Stadt Braunschweig 17,2 Millionen Euro in die Digitalisierung an Schulen geflossen. Darin sind auch Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes und der Länder enthalten, den restlichen Betrag hat die Stadt selbst investiert. Bisher wurden der Stadt 7,5 Millionen Euro Förderung aus dem Digitalpakt bewilligt. Weitere Anträge werden bis zum Frühjahr 2023 gestellt – das ist die Antragsfrist für den aktuellen Digitalpakt -, um in den Folgemonaten umgesetzt zu werden.  

„Wie wichtig es ist, dass wir große Schritte nach vorn bei der Digitalisierung in den Schulen machen, haben uns die vergangenen Jahre deutlich vor Augen geführt. Das gilt für moderne, zeitgemäße Unterrichtstechniken, für den schnellen Zugang zur Internetrecherche, den Internetzugang für kabellose mobile Endgeräte ebenso wie für stabile, starke Leitungen, die einen Austausch und das Hochladen und Abrufen von Dokumenten von außerhalb auf die Schulserver ermöglichen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thorstern Kornblum.

Zugleich werde deutlich, dass die Stadt in den vergangenen Jahren zügig Mittel abgerufen und umgesetzt habe, hob der OB hervor. Derzeit sei es noch offen, ob es einen weiteren Digitalpakt geben werde. Dr. Kornblum: „Das wird auf alle Fälle nötig sein. Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Dafür brauchen wir weiter finanzielle Unterstützung.“ Er weist darauf hin, dass die Stadtverwaltung mit Sanierung und Neubau von Schulgebäuden gewaltige Mittel in die Hand nehme, ohne dass es dafür eine echte Kompensation gebe.

Ebenfalls stark vorangekommen im laufenden Medienentwicklungsplan ist die Ausstattung der Unterrichtsräume mit WLAN-Access-Points als Grundlage für die Nutzung von mobilen Endgeräten. Hier sind 68 Prozent mittlerweile ausgestattet, Anfang 2021 waren es noch etwa 40 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich die Ausstattung mit digitalen Präsentationsflächen von knapp 30 auf 43 Prozent erhöht. Nimmt man Beamer mit dazu, verfügen 85 Prozent der Unterrichtsräume über digitale Präsentationsflächen.

Auch die digitalen Endgeräte in Schulen sind deutlich gestiegen, so etwa die Zahl der Notebooks von 7 auf 21 Prozent und der Tablets von 1 auf 10 Prozent. Zudem flossen 1,56 Millionen Euro Landesmittel in die Ausstattung von Lehrkräften, darunter 1.500 IPads, 827 Notebooks, 100 Android-Tablets und 357 Convertibles. Trotz massiver Lieferschwierigkeiten konnte die Ausgabe dieser Geräte bis Juni 2022 abgeschlossen werden.

Digitalisierungsdezernent Dr. Tobias Pollmann, derzeit auch kommissarischer Dezernent für den Fachbereich Schule, sagt, die Fortschreibung des Medienentwicklungsplans wird bereits in einem groß angelegten Prozess mit allen Beteiligten erarbeitet und in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres dem Rat vorgelegt. Neben der Fortsetzung der genannten Projekte stünden dabei etwa die Ausstattung mit mobilen Endgeräten und die Sicherstellung des Supports für die Schulen als mögliche Schwerpunkte auf der Tagesordnung.  

Im laufenden Medienentwicklungsplan ist zudem vorgesehen, bis Ende 2023 alle Schulen an schnelles Glasfaser-Internet anzuschließen. Die Errichtung und der Betrieb dieser Anschlüsse wird vollständig von der Stadt finanziert. Auch die Datennetzmodernisierung wird weiter ausgebaut. 79 Prozent aller Schülerinnen und Schüler besuchen bereits Schulen, an denen die Einrichtung etwa von Access-Points möglich ist.

Langfristiges Ziel sei, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte in allen Unterrichtsräumen und in Freiarbeitsbereichen mit mobilen Endgeräten arbeiten können, sei es über das Schulnetzwerk oder mit einem Internetzugriff, so Dr. Pollmann. Der weiteren Installation und Planung von Netzwerkkomponenten seien aufgrund eingeschränkter Lieferketten und fehlender Kapazitäten von Planungsbüros allerdings Grenzen gezogen. Weiterhin sollen perspektivisch alle Unterrichtsräume digitale Präsentationsflächen, also passive oder interaktive Displays, erhalten.

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