Land und Stadt Braunschweig stellen Weichen für Sanierung der Burg Dankwarderode
Braunschweig, 22. September 2026 - Land Niedersachsen
Das Land Niedersachsen und die Stadt Braunschweig wollen die Sanierung der Burg Dankwarderode beschleunigen und damit die Voraussetzungen schaffen, das bedeutende Kulturdenkmal rechtzeitig zum 1000-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2031 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierzu haben das Land und die Stadt eine gemeinsame Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet. Kern der Vereinbarung ist das Ziel, die Burg langfristig in die Verantwortung der Stadt Braunschweig zu überführen und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen gemeinsam vorzubereiten. Grundlage dafür soll ein Erbbaurechtsmodell sein. Die Burg befindet sich im Eigentum des Landes Niedersachsen.
Aufgrund erheblicher baulicher und technischer Mängel ist eine Nutzung für museale oder andere öffentliche Zwecke derzeit nicht möglich. In einem ersten Schritt soll eine Grobkostenschätzung für die Sanierung erarbeitet werden. Auf dieser Grundlage werden Land und Stadt die weiteren Schritte sowie den Umfang und die Finanzierung der Maßnahmen abstimmen. Dabei streben beide Parteien eine faire und ausgewogene Regelung an. Ziel ist es, anschließend die konkreten Planungen aufzunehmen und Fördermöglichkeiten des Bundes sowie weiterer Partner umfassend zu nutzen.
Nach der Sanierung soll das Erdgeschoss weiterhin für museale Zwecke durch die 3Landesmuseen Braunschweig genutzt werden. Für das Obergeschoss mit dem Rittersaal strebt die Stadt eine dauerhafte Nutzung für repräsentative und öffentliche Veranstaltungen an.
Die in der Absichtserklärung beschriebenen Schritte stehen unter dem Vorbehalt der erforderlichen Gremienbeschlüsse.
Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, erklärt:
„Die Burg Dankwarderode ist ein einzigartiges kulturhistorisches Wahrzeichen mit großer Bedeutung weit über Braunschweig hinaus. Unser gemeinsames Ziel ist es, dieses Denkmal für künftige Generationen zu erhalten und schnellstmöglich für alle wieder erlebbar zu machen. Die Burg soll auch über das Stadtjubiläum hinaus ein lebendiger Kulturort für ganz Niedersachsen bleiben. Sie bietet den bedeutenden Sammlungen der 3Landesmuseen Braunschweig einen angemessenen Rahmen und setzt zugleich neue kulturelle Impulse im Herzen der Stadt. Mit der Vereinbarung schaffen wir die Grundlage dafür, die notwendige Sanierung zu beschleunigen.“
Gerald Heere, Niedersächsischer Finanzminister, sagt:
„Der Sanierungsbedarf an der Burg Dankwarderode ist erheblich. Zugleich sind aber die finanziellen und baulichen Kapazitäten des Landes begrenzt. Das Land ist dazu bereit, die Burg in kommunale Verantwortung zu überführen und eröffnet damit die Chance, die Planungs- und Umsetzungsprozesse einer Sanierung effizient voranzubringen. Wir werden diesen Prozess konstruktiv begleiten und neben einem eigenen finanziellen Beitrag die Stadt auch bei der Einwerbung von Fördermitteln unterstützen.“
Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, betont:
„Damit gibt es eine klare Perspektive, dass das für die historische Identität Braunschweigs so bedeutsame Gebäude des Burgplatz-Ensembles zum Stadtjubiläum wieder nutzbar ist. Wir wollen die Burg Dankwarderode dauerhaft als lebendigen Ort für Kultur, Geschichte und Begegnung sichern und die Attraktivität unserer Innenstadt weiter stärken. Davon werden die Menschen in Braunschweig und die zahlreichen Gäste unserer Stadt weit über das Jubiläumsjahr hinaus profitieren.“