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Eiermarkt

Vom Wandel der Altstadt

© Stadt Braunschweig; Abteilung Geoinformation(1) St. Martini, (2) Rüninger Zollhaus, (3) Gewandhaus, (4) Knobbe´sches Haus, (5) Landschaftliches Haus, (6) Bürgerhaus, (7) Jakobskirche, (8) Kemenate, (9) Wohnung von Abt Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem, (10) Jüdisches Gemeindehaus, (11) Synagoge (zerstört 1940), (12) Bürgerhäuser, (13) Bürgerhaus, (14) Fürstliche Kammer, (15) Bankhaus Löbbecke u. Co.

Der Bereich um den Eiermarkt gehört zu den ältesten Siedlungskernen. Westlich vom Handelsplatz am Kohlmarkt entstand hier, auf sicherem Plateau, zunächst ein Rastplatz, später dann ein Wohnort der Kaufleute.

Die besondere Bedeutung der südlichen Altstadt spiegelt sich in ihren allerdings nur teilweise erhaltenen Bauten wider: die Martinikirche (1), die Jakobskirche (7), die Paulskapelle, das erste Rathaus der Altstadt, die Große Rathsapotheke, das Zeughaus, die Münze und das Gewandhaus (3). In fürstlicher Zeit wurde der südlich von St. Martini gelegene Friedhof aufgelassen. Unter sorgfältiger Einbindung des Bestands wurde hier mit der Fürstlichen Kammer (14), dem Knobbe´schen Haus (4) und dem Landschaftlichen Haus (5) um 1800 ein vorzüglich gestalteter Architekturplatz geschaffen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt dieser Bereich schwerste Beschädigungen und lag lange brach. Nach umfangreicher archäologischer Untersuchung begann 1981 der Wiederaufbau. Mit dem Ziel einer Stadtreparatur folgt die überwiegend postmoderne Bebauung den alten Baufluchten. Die Straßen und Platzräume wurden für sich und in ihrer Verknüpfung untereinander wiederhergestellt. Die wenigen erhaltenen Bauten stehen so wieder in ihrem ursprünglichen stadträumlichen Zusammenhang.

Lage