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Paul Jonas Meier

geb. 22.01.1857 • gest. 11.02.1946

In dem Haus in der Husarenstraße 43 lebte Paul Jonas Meier, geboren am 22. 1. 1857 in Magdeburg, von 1899 bis zu seinem Tod im Jahr 1946.

Paul Jonas Meier wechselte nach Abbruch eines Studiums der Alten Sprachen in Tübingen nach Bonn, wo er sich insbesondere dem Fach der Archäologie zuwandte. Durch persönliche Beziehungen kam er 1882 nach Braunschweig. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer, zunächst am Martino-Katharineum und bis 1892 am Wilhelm-Gymnasium, setzte sich Paul Jonas Meier ab 1886 mit den Beständen des Münzkabinetts, sowie den Sammlungen der Gemmen und Gipsabgüsse auseinander, die sich im Herzoglichen Museum, dem heutigen Herzog-Anton-Ulrich-Museum, befanden.

1888 wurde Paul Jonas Meier zum Museumsinspektor ernannt und trat 1901 die Nachfolge Herman Riegels als Museumsdirektor an. Seine Pläne hinsichtlich einer Weiterentwicklung des Museumsbestandes konnten aufgrund der geringen finanziellen Mittel nur bedingt verwirklicht werden. Dennoch gelang es Paul Jonas Meier, die Münz- und Porzellansammlung durch einzelne Neuerwerbungen gezielt zu erweitern und Säle für die Gipsabdrücke einzurichten.

Sein Interesse an der Kultur- und Heimatgeschichte der Stadt Braunschweig sowie der umliegenden Region bewies Paul Jonas Meier u. a. als Mitglied der gesellschaftlichen Vereinigung der Kleiderseller, der er gemeinsam mit weiteren wichtigen Braunschweiger Zeitgenossen angehörte. Von 1894 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1924 hielt Paul Jonas Meier einen Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der TH Braunschweig inne. Zu den wichtigsten Schriften Paul Jonas Meiers, der ab 1911 den Titel eines Geheimen Hofrates führte, gehört eine Veröffentlichung zum Goslarer Rammelsberg im Jahr 1928.

Für die Förderung der Tafelrealisierung im Stadtraum danken die Projektpartner Frau Christiane Gasparac-Pelz.

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