Friedrich-Gerstäcker-Preis

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Große Geschichten öffnen neue Welten

Der Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur, von der Stadt Braunschweig zum Andenken an den Weltreisenden und Abenteuer-Romancier Friedrich Gerstäcker 1947 gestiftet und im Jahr 1952 erstmals verliehen, ist der älteste Jugendbuchpreis der Bundesrepublik Deutschland. Der Preis zeichnet alle zwei Jahre ein aktuelles herausragendes Werk der deutschsprachigen Jugendliteratur aus.  Ab dem Jahr 2005 ist an der Auswahl des auszuzeichnenden Buches eine unabhängige Jugendjury beteiligt. Damit haben auch die jungen Leserinnen und Leser eine wichtige Stimme bei der Auswahl der Preisträgerin oder dem Preisträger. Bisher haben 36 Autorinnen und Autoren den Friedrich-Gerstäcker-Preis erhalten.
Im Mittelpunkt stehen Bücher, die jungen Leserinnen und Lesern ab 12 Jahren, das Abenteuer der Begegnung mit fremden Lebenswelten, Kulturen und Perspektiven näherbringen – literarisch anspruchsvoll, gesellschaftlich relevant und getragen von den Ideen von Toleranz und Weltoffenheit.
Entdecken Sie die Geschichte des Preises, seine ausgezeichneten Stimmen und die Ideen, die ihn bis heute prägen.

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Christian Linker erhält den Friedrich-Gerstäcker-Preis 2026

Der Autor Christian Linker ist für sein Buch „Wenn die Welt unsere wäre“, erschienen im dtv Verlag, mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur der Stadt Braunschweig ausgezeichnet worden.

Mit Christian Linker wird ein Jugendbuchautor ausgezeichnet, der unserer Stadt seit Jahren verbunden ist. Durch sein Mitwirken an der Braunschweiger Jugendbuchwoche und mit seinen Lesungen an Schulen leistet er einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung. Dass er mit seinem Engagement junge Menschen unmittelbar zum Lesen anregt und für Literatur begeistert, entspricht in besonderer Weise dem Geist des Friedrich-Gerstäcker-Preises“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum.

Mehr Informationen zu Christian Linker und seinem Buch "Wenn die Welt unsere wäre": Link Preisträger 2026

Die feierliche Preisverleihung fand am Mittwoch, den 3. Juni, im Roten Saal des Schlosses statt.

Verleihung des Friedrich-Gerstäcker-Preises 2026© Stadt Braunschweig/Michaela Heyse

Friedrich Gerstäcker – Ein Leben für Geschichten

Friedrich Gerstäcker (1816–1872) war ein Weltreisender und Abenteuererzähler, dessen Leben eng mit Braunschweig verbunden ist.
Am 10. Mai 1816 in Hamburg geboren, zog Friedrich Gerstäcker nach dem Tod seines Vaters Karl Friedrich Gerstäcker im Jahr 1826 nach Braunschweig, wo er bei seinem Onkel, dem Schauspieler und späteren Intendanten des Braunschweiger Hoftheaters, Eduard Schütz, wohnte.
Ab 1837 unternahm Gerstäcker regelmäßig ausgedehnte Reisen in ferne Länder. So führte ihn seine erste Reise, die bis 1843 andauerte, von Kanada nach Arkansas, Mississippi, Missouri, Louisiana und Texas. Seine zweite große Reise führte ihn 1849-52 nach Südamerika, Kalifornien, in die Südsee, nach Australien und Java. Es folgten weitere Reisen nach Südamerika (1860-61), nach Afrika (1862) und erneut nach Nordamerika, Mexiko, Ecuador, zu den Westindischen Inseln und nach Venezuela (1867).
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Friedrich Gerstäcker wieder in Braunschweig und verstarb hier am 31. Mai 1872. Sein Grab befindet sich auf dem Dom- und Magnifriedhof an der Gerstäckerstraße.
Als herausragende literarische Werke von Friedrich Gerstäcker sind die „Streif- und Jagdzüge durch die Vereinigten Staaten Nord-Amerikas“ (1844 erschienen), „Die Regulatoren von Arkansas“ (1846) und „Die Flusspiraten des Mississippi“ (1847) hervorzuheben.
Der Nachlass von Friedrich Gerstäcker wird im Stadtarchiv Braunschweig aufbewahrt (G IX 23 Familien- und Firmenarchive).

Flusspiraten

Friedrich Gerstäckers Abenteuergeschichte, "Die Flusspiraten des Mississippi" gelesen von Andreas Jäger, zum Anhören und Herunterladen:

Bildnachweise

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