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Stadtplan 2013

Stadtplan 2013

© Stadt Braunschweig, Abteilung GeoinformationStadtplan 2013

Kartentechnik und Gestaltung der Karte

Die Geobasisdaten auf Bundes- wie auf Landesebene wurden seit 2011 hinsichtlich der genutzten Koordinaten grundlegend geändert. Dabei wurden die Kartenabbildung vom bisherigen Gauß-Krüger- auf das sogenannte Universal Transverse Mercator (UTM)-Koordinatensystem und das Bezugssystems vom bisherigen Bessel-Ellipsoid auf das sogenannte Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 (ETRS89) umgestellt. Eine Transformation der Stadtplangeometrie auf das neue Koordinatensystem hätte vorhandene Lageungenauigkeiten – die noch aus Zeiten manueller Kartenbearbeitung stammten – nicht korrigieren können.

Dies wurde zum Anlass genommen, den Stadtplan völlig neu zu konstruieren. Um den Erfordernissen an eine genaue und für heutige Navigationsgeräte nutzbare Kartographie nachzukommen, wurde – zusätzlich zur Lageverbesserung – die Kartengraphik geringfügig modifiziert. Darüber hinaus wurde die Karte um einige von den Nutzern nachgefragte Inhalte wie z.B. Parkhäuser, Postleitzahlenbereiche und Stadtbezirksgrenzen ergänzt. Die seit den 1990er Jahren verwendete Software für die Kartenbearbeitung wurde durch aktuelle Graphik- und Geoinformationssystem-Programme ersetzt.

Die Farbgebung des Stadtplans wurde größtenteils beibehalten. Eine Ausnahme bildet die Darstellung der Gewerbegebiete.

Die Karte als Spiegel der Stadtgeschichte

© © Stadt Braunschweig, Abteilung Geoinformation, 2013Ausstellungstafel Zeitpläne

Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur dokumentiert der Stadtplan von 2013 mit dem umgebauten Autobahndreieck BS-Südwest. Der Flughafen wurde mit einer Verlängerung der Landebahn an die Erfordernisse der ansässigen Luftfahrtforschungseinrichtungen angepasst. Dazu wurde das Gelände des Flughafens über die Grasseler Straße hinaus nach Osten ausgeweitet.

Bauliche Erweiterungen sind mit dem Wachsen des Gewerbegebietes Waller See und mit der Nachnutzung des Geländes der ehemaligen Roselies-Kaserne als Wohnbaugebiet im Stadtplan dargestellt. Eine Erweiterung dieses Baugebietes nach Süden sowie die Erweiterung des Baugebietes im Osten von Lamme sind mit den Trassen der künftigen Erschließungsstraßen schon im Stadtplan verzeichnet. Als herausragende Beispiele für wesentliche auch im Kartenbild erkennbare innerstädtische bauliche Entwicklungen sind die Rekonstruktion des Schlosses und das angrenzende Einkaufszentrum „Schloss-Arkaden“ sowie das Baugebiet St. Leonhards Garten zu nennen.