Wenn die Temperaturen steigen
Braunschweig, 2. Juli 2026 - Referat Kommunikation
Hier finden Sie Tipps zum richtigen Verhalten bei Hitze – und Informationen zu Angeboten und Plänen der Stadt.
Für das richtige Verhalten bei Hitze bietet die Stadt gebündelte Informationen hier. (Öffnet in einem neuen Tab)
Hilfreich bei aktuellen Hitzewellen ist die städtische digitale Kühle-Orte-Karte (Öffnet in einem neuen Tab), welche von den Bürgerinnen und Bürgern ergänzt werden kann. Sie zeigt Orte zur Abkühlung an heißen Tagen: von öffentlich zugänglichen Parks- und Grünflächen, über von Bäumen beschattete Sitzbänke und beschattete Wegeverbindungen bis hin zu Wasserspielen oder Bademöglichkeiten.
Weitere Informationen:
Die Trinkbrunnen im Prinz-Albrecht-Park, auf dem Löwenwall sowie im Pocketpark Kannengießerstraße sind in Betrieb. Gleiches gilt für die Sprühnebelanlage im Prinz-Albrecht-Park. Die städtischen Trinkbrunnen werden laufend vom städtischen Betriebshandwerklichen Dienst betreut. Notwendige Reparaturen und Instandsetzungen werden zeitnah bearbeitet, damit die Brunnen möglichst durchgehend zur Verfügung stehen.
Leider kommt es durch vermehrten Vandalismus immer wieder zu Ausfällen der Trinkbrunnen, sodass die hohen hygienischen Standards nicht eingehalten werden können. Für zukünftige Trinkbrunnen wird das robustere und Vandalismus hemmende System, wie im Prinz-Albrecht-Park, verbaut werden.
Ergänzend zu den bestehenden sechs Trinkbrunnen wurden sechs weitere Standorte beschlossen, so dass dann zwölf Trinkbrunnen auf städtischem Gebiet betrieben werden. Der Betrieb von Springbrunnen (Zierbrunnen) kann das Mikroklima verbessern und für Abkühlung sorgen.
Das Stadtmarketing hat auf der städtischen Internetseite zum Cityservice auf Refill Braunschweig verlinkt. Hier sind aktuell 16 Betriebe und Initiativen gelistet, die kostenloses Befüllen von Trinkflaschen bieten. Es gibt also viele Alternativen zu den öffentlichen Trinkbrunnen. Es handelt sich gleichwohl um eine eigenständig arbeitende externe Initiative.
Die Stadt Braunschweig verantwortet weder die Inhalte der Internetseite von Refill noch deren Aktualität.
Schon seit mehreren Jahren sind die Fontänenanlagen auf dem Platz der deutschen Einheit und auf dem Domplatz sehr beliebte Abkühlungsorte in der Innenstadt. Die unterschiedlich hohen Wasserfontainen erfreuen sich an heißen Tagen sehr großer Beliebtheit gerade bei kleinen Kindern. Vor dem Umbau war der Platz der deutschen Einheit ein Parkplatz. Heute ist er ein wertvolles Angebot zum Abkühlen gerade für Familien mit Kindern.
Mit der Errichtung von Pocket Parks wird zudem ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas geleistet. Neben der Entsiegelung und der Pflanzung neuer Bäume wurde beim ersten Braunschweiger Pocket Park an der Kannengießerstraße darauf geachtet, dass das anfallende Regenwasser vor Ort versickern kann und damit der Grundwasserneubildung und auch den Pflanzen zur Verfügung steht. Ein Fontänenfeld sorgt an warmen Tagen für Abkühlung und Erfrischung. Ein weiterer Pocket Park wird am Bäckerklinkt entstehen.
Am Hagenmarkt setzt die Stadt Braunschweig aktuell eine Planung um, deren Ziel ist es, eine kühle Klimaoase in der Innenstadt zu schaffen. So wird ein kompakter dicht bepflanzter grüner Rahmen den Heinrichsbrunnen umfassen und dort auch Sitzgelegenheiten im Schatten vorsehen. Insgesamt sind am Hagenmarkt fast 80 Baumpflanzungen unterschiedlicher Größe geplant. Zudem ist auch ein weiterer innerstädtischer Trinkbrunnen im Kontext eines Spielbereichs für Kinder geplant.
Ziel der ursprünglichen Planung war es, vier Standorte für sogenannte Wassernebelduschen am Hagenmarkt vorzusehen. Die unterirdischen technischen Voraussetzungen für die Umsetzung dieser Wassernebelduschen sind im Kontext der neuen Brunnenkammer bereits geschaffen worden. Derzeit wird intensiv im Austausch mit anderen Städten die konkrete oberirdische Installation (Bodendüsen oder Stelen) und vor allem der dauerhafte Betrieb dieser Wassernebelduschen geprüft. Wenn die technischen und hygienischen Rahmenbedingungen ausreichend geklärt sind, könnten am Hagenmarkt erstmals in der Innenstadt solche Anlagen in den Betrieb gehen.
Die Verwaltung beschäftigt sich bereits intensiv mit stadtweiten Risikoanalysen und Priorisierung besonders betroffener Stadträume auch im Zusammenhang mit Überhitzung und liefert wichtige Planungsgrundlagen für eine klimaangepasste Stadtentwicklung z.B. Hinweiskarten für Klimagefahren (Starkregen => Starkregengefahrenkarten, Hitze => Stadtklimaanalyse).
In einem Klimarisikoreport in Anlehnung an ISO 14091 wurden im Rahmen des Projekts COABS von multidisziplinären Fachexpertinnen und -experten u.a. die Herausforderungen für das Handlungsfeld „Mensch und Gesundheit“ zusammengefasst und werden verwaltungsintern entsprechend in der PG HAP weiterverfolgt.
Hitzeaktionsplan
Mit dem geplanten Hitzeaktionsplan sollen Maßnahmen gebündelt werden, die darauf abzielen, die negativen Auswirkungen von Hitzeperioden auf die Gesundheit zu verhindern oder zumindest abzumildern. Sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen in einem einheitlichen Rahmen integriert. Ziel ist es, sowohl die gesamte Bevölkerung als auch besonders gefährdete Gruppen zu schützen, um die Krankheitslast und die Zahl vorzeitiger Todesfälle während Hitzeperioden zu senken und Strategien zur Reduzierung hitzebedingter Gesundheitsrisiken sowie Zuständigkeiten und Kommunikationswege beteiligten Akteure festlegt und verbessert. Die Handlungsfähigkeit der Stadt Braunschweig bei akuten Hitzeereignissen soll weiter gestärkt werden. Akutmaßnahmen sollen dazu beitragen, gesundheitliche Belastungen während Hitzeperioden frühzeitig zu erkennen und wirksam zu begrenzen, etwa die Registrierung von Pflegeeinrichtungen beim DWD oder die Bereitstellung von Informationsmaterial durch das Gesundheitsamt. Der Hitzeaktionsplan bündelt diese Ansätze und überführt sie in eine strukturierte Gesamtstrategie.
Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der Risikokommunikation im Zusammenhang mit Hitze. Die Bevölkerung soll für gesundheitliche Risiken durch Hitze sensibilisiert und über geeignete Schutz- und Verhaltensmaßnahmen informiert werden. Hierzu zählen sowohl präventive Informationsangebote als auch eine zielgruppengerechte Kommunikation im Vorfeld und während von Hitzeperioden.
Alle unterschiedlichen Gruppen müssen gezielt angesprochen werden. Hitzeschutzinformationen sollten daher alltagsnah, mehrkanalig und barrierearm vermittelt werden. Für Braunschweig ergibt sich daraus ein Ansatz, der Kommunikation nicht ausschließlich über zentrale digitale Kanäle organisiert, sondern gezielt über bestehende soziale, gesundheitliche und quartiersbezogene Strukturen erweitert. Ein zentrales Element der Braunschweiger Kommunikationsstrategie ist die Einbindung von Multiplikatoren mit direktem Zugang zu vulnerablen Gruppen. Dazu zählen insbesondere Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, soziale Dienste und Beratungsstellen, Schulen und Kindertagesstätten, quartiersbezogene Netzwerke und Initiativen. Neben der akuten Risikokommunikation ist die kontinuierliche Sensibilisierung der Bevölkerung zur Selbsthilfe ein wesentlicher Bestandteil des Hitzeschutzes. Ziel ist es, das Bewusstsein für gesundheitliche Risiken langfristig zu stärken und Handlungskompetenzen im Umgang mit Hitze aufzubauen.
Informationen zum Thema Grillen und Graslandfeuerindex sind hier (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden.