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Ausfuhrkennzeichen

Mit einem Ausfuhrkennzeichen wird ein Fahrzeug ins Ausland überführt. Das Fahrzeug verbleibt dort, und das Kennzeichen wird ungültig.

Mit einem Ausfuhrkennzeichen können Sie ein Fahrzeug, das in Deutschland nicht mehr zugelassen werden/bleiben soll, ins Ausland überführen.

Mit der Zuteilung des Ausfuhrkennzeichens wird der neue Fahrzeughalter in die vorhandenen EU-Fahrzeugpapiere eingetragen. Sind bisher noch Papiere nach altem Muster vorhanden, werden diese gegen EU-Fahrzeugpapiere ausgetauscht.

Die bis zum 28.02.07 übliche vorherige endgültige Stilllegung des Fahrzeugs entfällt. Das grüne "internationale Fahrzeugscheinheft" ist nicht mehr zwingend vorgeschrieben und wird nur noch auf Wunsch des neuen Halters zusätzlich ausgestellt. 

Ausfuhrkennzeichen dienen in der Hauptsache dazu, dass Antragsteller, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, ein hier erworbenes Fahrzeug in ihr Heimatland überführen können. Natürlich kann aber auch das Ausfuhrkennzeichen beantragt werden, wenn der Wohnsitz in der Bundesrepublik besteht und ein Fahrzeug ins Ausland exportiert werden soll.

Ein Ausfuhrkennzeichen hat grundsätzlich eine zeitlich begrenzte Gültigkeit. Sie hängt von der Dauer der abgeschlossenen Versicherung und der Gültigkeit der Hauptuntersuchung ab. Innerhalb der Gültigkeit dürfen Sie mit dem Fahrzeug in Deutschland und im Ausland fahren.

Für Ausfuhrkennzeichen sind immer auch Kfz-Steuer zu entrichten.  Wenden Sie sich bitte in diesem Fall vor der Zulassung zuerst an das Hauptzollamt, um die fällige Kfz-Steuer dort zu entrichten. Die schriftliche Bestätigung des Hauptzollamtes legen Sie dann bitte in der Zulassungsstelle vor. Eine weitere Möglichkeit ist die Abgabe einer Steuereinzugsermächtigung für den Einzug der Kfz-Steuer von einem Konto bei einem deutschen Geldinstitut. Legen Sie dazu bitte bei der Zulassung eine schriftliche  Einzugsermächtigung vor.

Unterlagen

  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) oder Abmeldebescheinigung
  • Versicherungskarte für Ausfuhrkennzeichen
  • gültigen Hauptuntersuchungsbericht
  • bei noch zugelassenem Fahrzeug: bisherige Nummernschilder
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Bescheinigung des Hauptzollamtes, das vorab die Kfz-Steuer entrichtet wurde oder SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kfz-Steuer siehe "Downloads/Links")
  • das Fahrzeug muss vorgeführt werden

zusätzlich bei Zulassung durch eine andere Person:

  • schriftliche Zulassungsvollmacht inklusive Einverständniserklärung des Kraftfahrzeughalters, nach der dem Bevollmächtigten etwaige ausstehende Kraftfahrzeugsteuern und Gebühren mitgeteilt werden dürfen. (siehe Downloads/Links).
  • Der Ausweis/Reisepass des Vollmachtgebers muss dessen Unterschrift enthalten
  • Ausweis des Bevollmächtigten
  • Der Bevollmächtigte muss ein vom Kraftfahrzeughalter selbst unterschriebenes SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kfz-Steuer in der Zulassungsstelle vorlegen.

 

Hinweis: Das erforderliche SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kfz-Steuer muss vom Halter und - falls nicht dieselbe Person - vom Kontoinhaber unterschrieben sein.

Gebühren

  • Ausfuhr eines Fahrzeugs: 37,20 EUR

Müssen im Wege der Zulassung EU-Fahrzeugpapiere ausgestellt werden, erhöht sich die Zulassung auf 43,60 EUR

Zahlungsart

Die Gebühren können in bar oder mit der EC-Karte gezahlt werden

Hinweise

Ein Ausfuhrkennzeichen kann auch mit  einer Vollmacht beantragt werden. Der Ausweis des Vollmachtgebers, der Ausweis des Bevollmächtigten und eine in deutsch abgefasste Zulassungsvollmacht müssen im Original vorliegen.

Ein Fahrzeug, das ein Ausfuhrkennzeichen bekommen soll, muss immer in der Zulassungsstelle vorgeführt werden. Das gilt auch für fabrikneue Fahrzeuge.
Dazu wird nach der Zuteilung des Kennzeichens ein "Laufzettel/Vorführschein" ausgestellt, anhand  dessen man sich zunächst die Kennzeichenschilder anfertigen lässt, diese am Fahrzeug anbringt und damit zur Zulassungsstelle zu fahren. Nach der Vorführung werden die Fahrzeugpapiere ausgehändigt.

Zuständig für die Erteilung eines Ausfuhrkennzeichens ist die Zulassungsstelle, in deren Bereich sich das Fahrzeug befindet.

Ab dem 01.07.2010 ist für jedes Ausfuhrkennzeichen auch Kfz-Steuer zu entrichten.  Wenden Sie sich bitte bevor Sie ein Ausfuhrkennzeichen beantragen zuerst an das Hauptzollamt, um die fällige Kfz-Steuer dort zu entrichten. Die schriftliche Bestätigung des Hauptzollamtes legen Sie dann bitte in der Zulassungsstelle vor.

Hinweis:
Ausfuhrkennzeichen werden nur von Montag bis Freitag zugeteilt, an Samstagen können keine Anträge für Ausfuhrkennzeichen bearbeitet werden.

Wichtige Hinweise zur Zulassung eines Kraftfahrzeugs

Eine Zulassung kann nicht erfolgen

bei Kfz-Steuerrückständen

Die Vollstreckung ausstehender Kraftfahrzeugsteuern bei den säumigen Schuldnern ist sehr aufwändig und verursacht weitere beträchtliche Verwaltungskosten. Deshalb ist ab dem 01. Juli 2008 die Zulassung eines Kraftfahrzeugs von den nachfolgenden Voraussetzungen abhängig gemacht:

  • Die Zulassung eines Fahrzeugs erfolgt wie bisher nur noch, wenn der Kraftfahrzeughalter eine Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer von einem Bankkonto erteilt und
  • ein Kraftfahrzeug wird darüber hinaus nur noch zugelassen, wenn der Kraftfahrzeughalter keine  Kraftfahrzeugsteuerrückstände oder Rückstände von diesbezüglichen steuerlichen Nebenleistungen (z. B. Säumniszuschläge) von mehr als 10 Euro hat.

bei Gebührenrückständen

solange die Fahrzeughalterin oder der Fahrzeughalter

  • die dafür bestimmten Gebühren und Auslagen nicht entrichtet hat oder
  • die Zahlung von Gebühren und Auslagen aus vorangegangenen Zulassungsvorgängen einschließlich der   Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen in Höhe von mehr als 10 Euro schuldet

Mitarbeiterin, Mitarbeiter

  Auskunftstelefon der Zulassungsstelle