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Auswahl und Jury

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Verfahren

 Mit der Verleihung des Friedrich Gesrstäcker-Preises würdigt die Stadt Braunschweig alle zwei Jahre ein original in deutscher Sprache verfasstes Werk einer lebenden Schriftstellerin oder eines lebenden Schriftstellers aus dem deutschsprachigen Raum Europas. Das Werk muss innerhalb von zwei Jahren vor der aktuell anstehenden Preisverleihung erschienen sein. Das preisgekrönte Buch soll jungen Erwachsenen im Alter ab 12 Jahren in sprachlich anspruchsvoller Form das Abenteuer der Begegnung mit fremden Welten fantasievoll vor Augen führen und dabei die Gedanken der Toleranz und Weltoffenheit in der Auseinandersetzung mit anderen Traditionen, Religionen und Wertvorstellungen näherbringen. Die Vermittlung eines Problembewusstseins im Umgang mit Unbekanntem und die Thematisierung gesellschaftlicher Tabus sollen die Leser zur eigenen Positionsbestimmung anregen. 
Vorschläge für die Preisträgerschaft erfolgen durch eine Jury sowie durch Einsendungen von Verlagen sowie Autorinnen und Autoren. Die Entscheidung über die Verleihung des Friedrich-Gerstäcker-Preises trifft eine unabhängige Jury. Jedes Jurymitglied kann drei Buchtitel auf die Nominiertenliste setzen. Aus dieser Liste wird die Preisträgerin oder der Preisträger in einer Sitzung der Jury mit einfacher Mehrheit gewählt.
Das Verfahren ist vertraulich; die endgültige Entscheidung erfolgt nach Bestätigung durch die Oberbürgermeisterin oder den Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig.

Eigenbewerbungen von der Autorin/dem Autor eines Jugendbuches oder dem herausgebenden Verlag sind durch formlose Einsendung eines Buchexemplars an folgende Adresse möglich: Stadt Braunschweig | Kulturinstitut | - Friedrich-Gerstäcker-Preis - | Schlossplatz 1 | 38100 Braunschweig. Im Fall der Einbeziehung in die engere Kandidatenauswahl werden dann weitere Leseexemplare erbeten. 

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Hauptjury

Der Jury gehören mit Sitz und Stimme an: zwei Vertreterinnen oder Vertreter der Stadt Braunschweig aus dem Fachbereich Kultur und Wissenschaft sowie der Stadtbibliothek, eine Vertreterin oder ein Vertreter der Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft, vier weitere Fachleute aus dem Literaturbereich sowie den Mitgliedern der Jugendjury. Die Berufung der Jurymitglieder erfolgt durch die Stadt Braunschweig vor jedem Verfahren für die Verleihung des Friedrich-Gerstäcker-Preises.

Die Jurymitglieder sichten die Jugendbuchtitel ab Beginn des Auswahlverfahrens für die Preisverleihung. Jedes Jurymitglied kann schriftlich drei Titel für die Preisverleihung empfehlen. Alle Vorschläge der Jury ergeben die Nominierungsliste, aus der in der Jurysitzung eine Shortlist der preiswürdigsten Buchtitel ermittelt wird. Aus der Shortlist wird mit einfacher Mehrheit der Jurymitglieder der Gewinnertitel gewählt. 

Der Jury für den Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur 2026 gehören an: Christina Hausmann (Stadtbibliothek, Stadt Braunschweig), Julia Kronberg (Friedrich-Bödecker-Kreis Niedersachsen), Dr. Inger Lison (Institut für Germanistik, Technische Universität Braunschweig), Anke Märk-Bürmann (Akademie für Leseförderung Niedersachsen), Thomas Ostwald (Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft), Maria Porzig (Kulturinstitut, Stadt Braunschweig), Prof. Dr. Jan Standke (Institut für Germanistik, Technische Universität Braunschweig), Heike Ullmann (Buchhandlung Bücherwurm) inkl. der Jugendjury mit Bruno Böger, Elska Dorge, Marie Horstmann und Hannah Schäfer.

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Jugendjury

Die Mitglieder der Jugendjury als wichtige Stimmen der jungen Leserschaft bei der Preisverleihung: Die Jugendjury liest, diskutiert und entdeckt neue Bücher – und sorgt dafür, dass die Sicht der eigentlichen Zielgruppe in die Entscheidung einfließt. Seit der Verleihung des Friedrich-Gerstäcker-Preises im Jahr 2005 haben auch Jugendliche in der Preisjury ein Stimmrecht zur Wahl des auszuzeichnenden Buches. Die Jugendjury, die aus begeisterten Leserinnen und Lesern im Alter von 12 bis 18 Jahren besteht, stellt zwei Vertreterinnen und Vertreter in der Sitzung der Preisjury, um dort das gemeinsame Votum der Jugendjury einzubringen. 
Die Jugendjury zum Friedrich-Gerstäcker-Preis vereinigt interessierte junge Leserinnen und Leser, die auf dem Jugendbuchmarkt nach Neuerscheinungen suchen, die für die anstehende Preisverleihung interessant sein könnten. Dies tut die Jugendjury, indem sie beispielsweise die Novitätenkataloge der Verlage studiert oder die Leipziger Buchmesse besucht.
In der Preisjury hat die Jugendjury zwei Stimmen.

Beschlussverfahren

Die Entscheidung der Jury ist der Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig zuzuleiten. Die Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister hat ein Vetorecht in Bezug auf das Juryvotum. Sollte dieses ausgeübt werden, wird eine Regelung über die Vergabe des Preises bis hin zur Aussetzung im laufenden Jahr erforderlich. Das gesamte Verfahren ist bis zu der endgültigen Verkündung vertraulich durchzuführen, die Jury gibt eine entsprechende Erklärung ab. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig wird im zeitlichen Umfeld der Verkündung der Preisträgerin oder des Preisträgers informiert.

Preisgeld

Der Friedrich-Gerstäcker-Preis ist mit 8.000,-- EUR dotiert.

Preisübergabe

Der Friedrich-Gerstäcker-Preis wird in einer öffentlichen Feierstunde verliehen. Als äußeres Zeichen der Verleihung wird der Preisträgerin oder dem Preisträger eine Urkunde überreicht.

Die Preisverleihung 2026 findet am Mittwoch, 3. Juni, um 16 Uhr im Roten Saal des Schlosses statt. Die Veranstaltung wird von einem Bühnenprogramm mit Rap und Hip-Hop begleitet, in dessen Verlauf der Preisträger die Auszeichnung persönlich entgegennehmen wird.

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Stadt Braunschweig - Fachbereich Kultur und Wissenschaft

Kulturinstitut

Anschrift

Schlossplatz 1
38100 Braunschweig

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