EN

Neugestaltung Hagenmarkt: positive Resonanz auf Planung

Braunschweig, 25. September 2020, Referat Kommunikation

© Ackers Partner StädtebauVisualisierung des "neuen" Hagenmarktes

Neugestaltung Hagenmarkt: positive Resonanz auf Ergebnis des Planungs- und Beteiligungsprozesses

Rund 60 Bürgerinnen und Bürger haben am Donnerstag, 24. September, das Bürgerforum II zur Umgestaltung des Hagenmarktes in der Stadthalle Braunschweig besucht. Nach insgesamt vier Werkstätten bzw. Bürgerforen stellten die Bauverwaltung und das beauftragte Planungsbüro Ackers Partner Städtebau auf dieser Veranstaltung nun das Ergebnis des vorangegangenen Planungs- und Beteiligungsprozesses vor.

 

Das Planungsgebiet umfasst das Areal um den Heinrichsbrunnen im Westen, aber auch das Umfeld um die Katharinenkirche im Osten des Platzraumes. Die Vorzugslösung der Verwaltung sieht vor, dass der gesamte Stadtraum gestalterisch stärker als Einheit wirken soll. Das soll z.B. über einheitliche Oberflächen und einheitliche Möblierungen (Bänke, Leuchten…), nicht zuletzt auch einheitliche neu angepflanzte Baumarten hergestellt werden. 

 

Zudem soll es eine deutlich verbesserte Querungsmöglichkeit zwischen dem Brunnen- und dem Kirchenumfeld geben. Barrieren sollen hier abgebaut werden. So sollen zum Beispiel die vorhandenen zwei Fahrspuren auf eine reduziert werden. 

 

Bei der Veranstaltung berichtete Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer noch einmal ausführlich über den zurückliegenden Planungs- und Beteiligungsprozess (siehe Link zur Präsentation unten). Im Anschluss daran stellten Sandra Morese vom Büro Ackers Partner Städtebau und Klaus Hornung, Referatsleiter Stadtbildgestaltung und Denkmalpflege und städtischer Projektleiter, die Vorzugslösung vor (siehe weitere Präsentation). 

 

Die Resonanz aus dem Publikum war teils kritisch nachfragend. Das bezog sich z.B. auf die Verwendung einer wassergebundenen Decke um den Brunnen. Hier wurde in Frage gestellt, ob dies tatsächlich eine unversiegelte Fläche ist und ggf. sogar eine erhöhte Staubentwicklung nach sich zieht. Darüber hinaus wurde angeregt, noch einmal über den Erhalt des heutigen Baumbestandes der Robinien, die den Sturm überstanden hatten, nachzudenken. Hier schlägt die Verwaltung in der Vorzugslösung vor, die noch bestehenden hochkronigen Robinien zu entfernen und neue Baumarten zu pflanzen, um damit ein neues einheitliches Grünraumkonzept zu erreichen. Verwendung finden sollen hier dann eher niedrigkronige und umweltrobustere Bäume.

 

Die Resonanz im Plenum war aber überwiegend positiv. Die Planung wurde von mehreren Teilnehmern als ausgewogen und gar in Bezug auf die verkehrlichen Veränderungen als „kleines Wunder“ dargestellt. Diese Aussage bezog sich vor allem auf die Tatsache, dass im Rahmen der Vorzugslösung erhebliche Straßenverkehrsflächen reduziert werden und damit insbesondere auch Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr erreicht werden können. 

Als nächsten Schritt erstellt die Verwaltung nun eine Gremienvorlage, in der die Vorzugslösung dargestellt sein und als weitere Arbeitsgrundlage empfohlen wird. Aber auch der Weg zur Vorzugslösung, an dem sich viele Bürgerinnen und Bürger engagiert beteiligt haben, wird darin sicher noch einmal in den Grundzügen dargestellt werden.

Sofern die Politik der Vorzugslösung zustimmt, wird diese 2021 planerisch ausgearbeitet. Im Jahr 2022 könnten dann die Umbauarbeiten im Bereich des ersten Bauabschnittes im erweiterten Brunnenumfeld beginnen.