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Ausstellungen

Almut Linde - Radical Beauty. Form/Bewegung

Almut Linde, Dirty Minimal #46.1.1 — Random Constellations, 2008, Light-Jet-Print, 166 x 226 cm, Jahrmarkt Hamburger Dom, Courtesy Almut Linde

Die Ausstellung Radical Beauty. Form/ Bewegung in der Remise des Kunstverein Braunschweig ist Teil eines internationalen Kooperationsprojektes, das in sechs Ausstellungen das umfangreiche Werk der Hamburger Künstlerin Almut Linde (*1965 in Lübeck) aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Die Braunschweiger Ausstellung präsentiert neue und ältere Skulpturen, Filme und Fotografien. „Mein Atelier ist die Welt“, sagt Almut Linde. Statt mit Pinsel und Leinwand arbeitet sie mit Menschen und sozialen Systemen. Die Künstlerin begibt sich dabei in Bereiche, in denen man künstlerisches Potenzial kaum vermuten würde, wie an Orten industrieller Produktion, bei einem Wanderzirkus, bei militärischen Manövern oder in der Unterhaltungsindustrie.

Das bloße Dokumentieren des Geschehens ist jedoch nicht Almut Lindes Ziel. In ihren Arbeiten setzt sie unter anderem gezielt Verfahren von Concept Art, Minimal Art und Action Painting ein, um die Aufmerksamkeit auf blinde Flecken der Wahrnehmung zu richten.

Die Konzeptkünstlerin, Fotografin und Bildhauerin entwickelte unter dem Begriff des Dirty Minimal bereits in den 1990er Jahren eine eigene Interpretation der Minimal Art, die das Alltägliche und Übersehene in den Fokus ihrer Untersuchungen rückt. Dabei verbindet sie Formen der Minimal Art mit sozialpolitischen Inhalten und Anspielungen an romantische Bildvorstellungen.

Die Frage nach der Form, dem Bild und der dahinterstehenden Bewegung ist zentral: In Dirty Minimal #33.2 – Bullet Actionpainting / Machine Gun beispielsweise stellte sie während einer Bundeswehr-Schießübunglasplatten auf und ließ die Soldaten abstrakte Bildwerke erschaffen. Auch Zufall spielt eine große Rolle: Selbst achtlos übereinandergeworfenen Dingen kann eine Bedeutung zugeschrieben werden.

Aus einfachen Styroporplatten bildet sich in der Ausstellung ein weißer Eisberg, im Glaskasten befindliche Jahrmarktstrophäen beginnen durch zufällige Zusammenstellungen miteinander zu korrespondieren. So wie in den Werken Dirty Minimal #61.8 — Eismeer / Sea of Ice und Dirty Minimal #46.1
– Random Constellations die Form direkt aus der Bewegung entsteht, kann im sozialen System Form aus der direkten sozialen Bewegung gebildet werden, so Lindes Überzeugung.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (09.03.2013 - 12.05.2013)



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