Erinnerungskultur

Auftrag der Erinnerungskultur ist die Gestaltung des bewussten Umgangs mit der städtischen Vergangenheit. Angestoßen und begleitet werden Prozesse, die historische Ereignisse sichtbar machen, vermitteln und im Hinblick auf heutige gesellschaftliche Fragestellungen interpretieren. Dabei steht nicht das Eintauchen in die Vergangenheit im Mittelpunkt, sondern die Förderung historischer Distanz und kritischer Reflexion. Ziel ist es, den partizipativen Prozess der kollektiven Erinnerung im Hinblick auf zukünftige Werteentwicklungen in der Stadtgesellschaft für alle gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen auszuhandeln.

Die Stadt Braunschweig verantwortet eine bewusste aktive und differenzierte Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte und dem innerstädtischen Geschehen. Dazu zählen verschiedene Bereiche erinnerungskultureller Arbeit, in der die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ein wichtiger Bestandteil ist.

„Wer Erinnerung mit Vergangenheitsfixierung gleichsetzt, übersieht ihr verwandelndes Potential […]. Indem die Erinnerungskultur das eigene (Mit-)Verschulden und die Empathie mit fremdem Leid in sich aufgenommen hat, kann die negative Last der Geschichte in zukunftsweisende Werte verwandelt werden.“   

- Aleida Assmann

Es braucht Orte des historischen Erinnerns, im Alltag und in unserer Lebenswelt, um das verwandelnde Potential der Erinnerungen anzustoßen. Das Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig entwickelt und koordiniert die verschiedenen Formate des städtischen Erinnerns. 

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