Menü und Suche
Ausstellungen, Wissenschaft

Graphikschau: Von Angesicht zu Angesicht - Porträts auf Papier

Foto: Gramann

Zum Auftakt der Sonderausstellung „Souverän in Marmor. Carl I. – Geschichten eines Bildnisses“ rückt das Herzog Anton Ulrich-Museum die Gattung der Porträtdarstellungen auch bei seiner aktuellen Graphikhängung in den Mittelpunkt.

Unter dem Titel „Von Angesicht zu Angesicht – Porträts auf Papier“ sind in der Burg Dankwarderode in der Interimsausstellung „Epochal“ graphische Werke ausgestellt, die beeindruckende menschliche Bildnisse im Wandel der Zeit zeigen. Neben zeichnerischen Werken in Bleistift, Aquarell oder Feder, werden auch druckgraphische Arbeiten vom Barock bis zur Gegenwart präsentiert.

Der umfassende Bestand des Kupferstichkabinetts im Herzog Anton Ulrich-Museum ermöglicht dabei eine exquisite Auswahl renommierter Künstler.
Mit dem Beginn der Renaissance trat das menschliche Porträt stark in das Interesse des künstlerischen Schaffens. Ein Porträt ist nicht nur Zeugnis über das Aussehen des Porträtierten, sondern erzählt gleichzeitig von dessen Lebenssituation und gewährt oftmals Einblicke in dessen Gefühlsempfindung und Charaktereigenschaften – sei er nun Fürst, Bürger oder Obdachloser.
Besonders deutlich wird die künstlerische Darlegung der Persönlichkeit von Porträtierten anhand von zwei Beispielen.

Peter Paul Rubens Bildnis der Isabella Clara Eugenia (1615), die als Statthalterin der südlichen Niederlande eine besondere Förderin des Malers war, zeigt eine selbstbewusste Herrscherin, der ein gewisses Maß an Strenge anmutet.

Eine ganz andere Empfindung erweckt hingegen der als seltener Probedruck vorhandene Kupferstich „Die zärtliche Mutter“ (1783). Hierbei handelt es sich um ein besonders warmherziges und inniges Doppelporträt der Frau und des Sohns vom Kupferstecher Johann Gottfried Müller, das die familiäre Intimität in Perfektion einzufangen weiß.

Einen neuen thematischen Ansatz liefert Max Beckmann in einer Selbstdarstellung mit seinem Kunsthändler mit „Im Hotel (Der Dollar)“ aus dem Inflationsjahr 1923. Neben ihm sind mit Alberto Giacomettis oder Otto Dix prominente Vertreter des 20. Jahrhunderts zu sehen.

David Hockney und Philipp Akkerman runden als Künstler der Gegenwart die graphische Porträtschau in der Burg Dankwarderode ab.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (08.04.2013 - 30.06.2013)



Für Texte von Veranstaltern ist die Terminredaktion nicht verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

zurück zur Suche
Fester Link auf diese Veranstaltung.

Weitere Informationen Externe Links