Menü und Suche
Ausstellungen, Wissenschaft

Käfer aus Glas - Grazile Kunstwerke

Vorweihnachtliche Sonderpräsentation zeigt Glaskunst aus Lauscha

Totengräber, Foto: Staatliches Naturhistorisches Museum

Es weihnachtet in Deutschland – auch das Naturhistorische Museum greift den Geist der Vorweihnachtszeit auf und präsentiert ab dem 29. November in einer kleinen Sonderschau Glaskunst aus Lauscha. Allerdings keinen Christbaumschmuck, sondern thematisch passend: Käfer aus Glas. Die Präsentation zeigt 42 Glaskäfer und andere Gliederfüßer gemeinsam mit echten Käferpräparaten aus den Sammlungen in einer Lebensrauminszenierung im 1. Obergeschoss des Museums.

Die Stadt Lauscha in Thüringen ist weltbekannt, wenn es um Glas geht, speziell um Christbaumschmuck und künstlerische Arbeiten aus Glas. Hier wurde das Glasauge erfunden und auch die hochwertigen Glasaugen für die Tierpräparate des Museums kommen traditionell aus Lauscha.

In der kleinen Sonderschau „Käfer aus Glas – grazile Kunstwerke“ entführt das Museum seine Besucher in eine faszinierende Welt aus Glas, die der Kunstglasbläser Falk Bauer aus Lauscha nach Vorbildern aus der Natur geschaffen hat. Sie zeigt, in welch eindrucksvoller Weise sich die Natur durch den an sich kalten und starren Werkstoff Glas darstellen lässt.

Die 42 Glaskäfer und Gliederfüßer sind grazile Kunstwerke, die den Vergleich mit ihren natürlichen Artgenossen aus den Sammlungen des Museums nicht scheuen müssen. Viele sind sehr farbenprächtig oder tragen seltsame Verzierungen, wie Geweihe, Hörner oder mehr als Körper lange Fühler.

Käfer stellen mit 350.000 Arten die größte Tiergruppe dar. Allein in Mitteleuropa gibt es schon 8.000 Käferarten, während weltweit nur 10.500 Vogelarten bekannt sind. Mit 17 cm Länge ist der größte Käfer größer als ein Sperling, wohingegen die kleinsten Käfer mit weniger als 0,5 mm Länge kleiner als ein Sandkorn sind. Käfer kommen in allen Lebensräumen der Erde vor, nur nicht in den Meeren.

Auch die Stadt Braunschweig hat übrigens einer Käferart ihren Namen gegeben. Es ist der Braunschweiger Blattkäfer Chrysolina brunsvicensis, den der gebürtige Braunschweiger LUDWIG CHRISTIAN CARL GRAVENHORST im Jahre 1807 erstmals beschrieb.

Der 5-6 mm große metallisch grüne Käfer lebt an Johanniskraut. Er ist in Westeuropa und Mitteleuropa verbreitet und wird in der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft. Auch der Braunschweiger Blattkäfer ist als echtes Präparat in der Ausstellung zu sehen.

Die Besichtigung der Sonderschau „Käfer aus Glas – grazile Kunstwerke“ ist im Museumseintritt inbegriffen.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (29.11.2014 - 11.01.2015)

Ort: Staatliches Naturhistorisches Museum
Eintritt: Erwachsene 4,- €, ermäßigt 3,- €, Kinder von 6 – 14 Jahren 1,50 €



Für Texte von Veranstaltern ist die Terminredaktion nicht verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

zurück zur Suche
Fester Link auf diese Veranstaltung.

Weitere Informationen Externe Links