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Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

Musikalische Lesung mit Verena Noll und Franz Schwarznau´ „Ich will ein Glanz sein!“ Nachdem die achtzehnjährige Doris als Stenotypistin entlassen wurde, versucht sie sich als Edelstatistin, hat diverse Männerbekanntschaften und stiehlt in einem unbedachten Moment einen Fehmantel. Aus Angst vor der Polizei flieht sie nach Berlin und sucht dort ihr Glück. Um ihr Auskommen zu sichern, bewegt sie sich auf dem schmalen Grat zwischen gesellschaftlich anerkanntem Einsatz weiblicher Reize und offener Prostitution. Das „Kunstseidene Mädchen“ war Irmgard Keuns (1905-1982) zweiter Roman, der mit viel Erfolg 1932 publiziert wurde, und es stand ihr eine große Zukunft bevor. Kurz nach der Veröffentlichung kamen ihre Bücher auf die Schwarze Liste der Nazis. Nach Jahren im Exil konnte sie nach dem Krieg nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen. Ende der Siebziger wurde sie wiederentdeckt als prominente Vertreterin der „Neuen Sachlichkeit“.



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