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Richard Sides: Dwelling

Dwelling (Foto: Courtesy Richard Sides)

Die Einzelausstellung Dwelling von Richard Sides umfasst den Innen- und Außenbereich der Remise des Kunstvereins. Zwei bewohnbare Strukturen bilden den Kern der Ausstellung: Ein rein dekoratives Fantasiegebäude im Stil einer Folly steht einer selbstgebauten Holzhütte, einem scheinbar realen Wohnort, gegenüber. Besucher_innen sind eingeladen die Bauten zu betreten, in denen Richard Sides neue Videoarbeit Midnight in a Perfect World präsentiert wird. In dieser wird eine Gruppe junger Erwachsener begleitet, die sich in verlassenen Landschaften, verfallenen Ruinen, urbanen und häuslichen Räumen über ihren Alltag austauschen. In unmittelbarer Nähe zur Außenwand der Remise erinnert eine ortsspezifische Skulptur an eine Trennmauer, die ein Grundstück eingrenzt. Die provisorisch wirkende Hütte im Ausstellungsraum gleicht der Behausung eines Eremiten. In früheren Zeiten lebten Einsiedler fernab der Gesellschaft und jenseits der Sphäre der Architektur. Ist es heute eher die Verinnerlichung städtischer Lebensweisen, die Menschen zu anarchistischen Zurückweisungen von Regeln, Konventionen und beruflichem Ehrgeiz motiviert? Wird das Bedürfnis nach einem Ausstieg bereits wie eine Karriereoption vermarktet? Dwelling führt die feinen Unterschiede zwischen existenziellen Erwartungen und gesellschaftlichem Status Quo vor Augen. Digitale Filterblasen und soziale Netzwerke, öffentliche Pranger und wohlgemeinte Positionierungen bevölkern das individuelle Bewusstsein. Gleichzeitig trägt das allmähliche Verschwinden öffentlicher Räume zur gesellschaftlichen Vereinsamung bei. Die Arbeit von Richard Sides (*1985 in Rotherham, UK, lebt in London und Berlin) ist nicht auf ein spezifisches Medium beschränkt. Improvisation ist ein zentraler Bestandteil seiner Werke. Zuletzt waren seine Arbeiten in den Einzelausstellungen PURE HATE, Projektraum Liszt, Berlin (2017), INVISIBLE WORLD, Carlos / Ishikawa, London (2016) und don’t blow it in the vector in der Kunsthalle Winterthur, Schweiz (2014) zu sehen. Kurator: Raoul Klooker



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