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Digitales Angebot: Akademievorlesungen im Schloss - Schlaf und Traum | Leben auf Sparflamme. Oder: Warum Winterschlaf kein Schlaf ist

Leben auf Sparflamme. Oder: Warum Winterschlaf kein Schlaf ist.
Prof. Dr. phil. nat. Stephan Steinlechner, TiHo Hannover

Über das Phänomen Winterschlaf existieren viele falsche Vorstellungen und Konzepte. Die deutsche Bezeichnung „Winterschlaf“ suggeriert, dass es sich dabei um eine Art lang andauernden Tiefschlaf handelt – was aber nicht zutrifft. Es wird ein kurzer Überblick über unser heutiges Wissen gegeben; aber auch einige der immer noch offenen Fragen werden angesprochen.
Die unterschiedlichen Begriffe „Winterschlaf“, „Winterruhe“, „Winterstarre“ und „Torpor“ sollen geklärt werden und welche Phänomene damit beschrieben werden. Vieles spricht dafür, dass es ein Kontinuum mit fließenden Übergängen gibt, die letztlich alle ein Leben mit (unterschiedlich stark) reduziertem Energieverbrauch erlauben. Auch kennen wir heute immer mehr Tierarten (selbst tropische Primaten!), die ihren Stoffwechsel auf Sparflamme schalten können.

Er ist eines der großen, faszinierenden Geheimnisse des Lebens: der Schlaf. Warum schlafen wir? Warum müssen wir schlafen? Was geschieht im Schlaf in unserem Körper? Ist unser Gehirn im Schlaf inaktiv? Schläft das ganze Gehirn oder nur (wie bei Delfinen und anderen Tieren) ein Teil? Ist im Schlaf unser ganzes Bewusstsein ausgeschaltet? Schläft nur das Gehirn oder auch der übrige Körper? Schlafen und träumen auch Tiere? Schlafen alle Lebewesen? Was passiert im Winterschlaf?

Die vielen beglückenden oder ängstigenden Träume im Schlaf haben seit eh und je die Menschen bewegt und zu vielen individuellen und kollektiven Bildern, Erzählungen, Phantasien und Mythen angeregt. Traumbilder beschäftigen uns vom Schlaf ins Erwachen, sie können unser Wahrnehmen und Empfinden tagelang gestalten als Bilder, Gefühle oder als Einsichten. Angst- oder Albträume verfolgen uns, Erinnerungs- oder Erwartungsträume lähmen oder befreien uns. In Sprache und Bild, in Musik und Gesang können sie uns begleiten, anregen oder hemmen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus prägt unseren Alltag, unseren körperlichen und geistigen Wechsel von Erschöpfung und Erholung, unseren Arbeitsrhythmus. Wie verträgt er sich mit Schichtarbeit? Wodurch kommt es zum Jetlag? Warum freuen wir uns auf den Schlaf? Warum fürchten wir ihn? Ein vielfach ambivalentes Verhältnis und Erlebnis!

Schlaf und Traum – ein vielfältiges Phänomen mit individuellen und sozialen Konsequenzen!

Informationen

Rubriken:
Digital, Vorträge, Wissenschaft
Ort:
online
Veranstalter:
Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft und Kulturinstitut der Stadt Braunschweig
Telefon:
0531/14466
Web:
http://www.bwg-nds.de
Eintritt:
kostenlos


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